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RACE, das neue Drama von von David Mamet lief in der Uraufführungsinszenierung des Autors vom 6. Dezember 2009 am Ethel Barrymore Theatre am Broadway bis zum 21. August 2010. RACE liegt jetzt auf Deutsch (Bernd Samland) vor. Der Milliardär Charles Strickland, Mitte Vierzig, ein Weißer, ist angeklagt, eine Afroamerikanerin vergewaltigt zu haben. Strickland beteuert seine Unschuld. Die Anwaltskanzlei wird zum Schauplatz von Auseinandersetzungen, in denen das behauptete Sexualverbrechen hinter dem Rassenaspekt zurücksteht und die Frage nach Gerechtigkeit völlig dominiert wird von Fragen gesellschaftlicher Übereinkünfte und öffentlicher Vorverurteilungen.
EIGENGRAU (eigengrau), das Stück der britischen Autorin Penelope Skinner, uraufgeführt im März 2010 am Bush Theatre, London, ist von Julian van Daal übersetzt worden. Julian van Daal gehörte zu den Preisträgern des diesjährigen Berliner Stückemarktes.
SALZ (Salt) das erste abendfüllende Theaterstück von Fiona Peek, zählt zu den vier Gewinnern des britischen Royal Exchange's Bruntwood Theaterautoren-Wettbewerbs. Die Übersetzung von Michèle Anderle liegt jetzt vor.
Arnold Weskers Zwei-Personen-Stück GROUPIE kommt am 17. September 2010 in Osnabrück zur Deutschen Erstaufführung, Regie Marcel Keller. Die erste Aufführung in deutscher Sprache (Übersetzung: Carola Regnier), Premiere am 20. Januar 2010 am Wiener Volkstheater, wurde fast 30mal gespielt.
In London bereitet sich eine Arnold Wesker-Renaissance vor. 2011 sollen vier Werke auf die Bühne kommen: THE KITCHEN (Die Küche) im Großen Haus des National Theatre (Olivier), CHICKEN SOUP WITH BARLEY (Hühnersuppe mit Graupen) am Royal Court, ROOTS (Tag für Tag) im Nottingham Playhouse und GROUPIE beim Theatre Festival in Chichester.
TIME STANDS STILL, das neue Vier-Personen-Stück von Donald Margulies, war vom 28. Januar bis zum 27. März 2010 im Samuel J. Friedman Theatre in New York am Broadway zu sehen. Des großen Erfolges wegen wird es ab 27. September im Cort Theatre am Broadway wiederaufgenommen. Regie führt Daniel Sullivan, es spielen Laura Linney, Brian d’Arcy James, Eric Bogosian und Christina Ricci. ZEITSTILLSTAND heißt die deutsche Fassung von Bernd Samland. Der Spiegel lobt die "ausgefeilte Dialog-Kunst, mit der hier vier Menschen ihre Sicht auf die Welt darstellen, ohne dass einer von ihnen wirklich als oberflächlicher Schwachkopf oder verbitterter Moralprediger denunziert wird". In diesem Stück, dessen Heldin loszieht in Krieg und Elend – "nicht um die Welt zu retten, sondern um aus ihr zu berichten", wird "mit packender Eindringlichkeit um Sinn und Unsinn und persönliche Folgeschäden der Kriegsreporterarbeit gestritten."
Die Deutschsprachige Erstaufführung von KALENDER GIRLS (Calendar Girls), Deutsch von Wolf Christian Schröder, findet am 28. November 2010 im Theater am Kurfürstendamm Berlin statt. CALENDAR GIRLS von Tim Firth war nach seiner Tournee durch Großbritannien seit April 2009 im Londoner West End zu sehen. Diese Erfolgsproduktion ist inzwischen erneut auf Tournee und gastiert bereits zum zweiten Mal beim Chichester Festival. Mehr noch als in dem gleichnamigen, sehr erfolgreichen Film spielt das Theaterstück auf witzige und berührende Weise mit den Themen Jugendwahn, Freundschaft und Frauensolidarität – und hält grandiose Rollen für Schauspielerinnen bereit.
KOMPLIZE, das neue Drei-Personen-Stück von Joe Sutton, spielt im Klima der Angst, das seit den terroristischen Anschlägen vom 11. September 2001 um sich greift und keine Grenzen zu kennen scheint. Die Hauptfigur, der Journalist Ben Kritzer, hat interne Informationen über die Folterpraxis der amerikanischen Regierung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nun sieht er sich Spionagevorwürfen ausgesetzt und muss um das Grundrecht der Pressefreiheit kämpfen. COMPLICIT wurde 2009 in der Regie von Kevin Spacey am Old Vic in London uraufgeführt. Die Deutschsprachige Erstaufführung (Übersetzung von Klaus Chatten) findet im Januar 2011 in Berlin statt.
Tankred Dorst wird für sein dramatisches Werk mit dem Schiller-Gedächtnispreis ausgezeichnet, der seit 1955 alle drei Jahre verliehen wird und als einer der wichtigsten Literaturpreise in Deutschland gilt. Der Preis wird zu Schillers Geburtstag am 10. November vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehören u.a. Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und Alexander Kluge. Die Jury lobte Dorsts Fähigkeit, Gegenwartsthemen und -motive auch in anderen Kontexten, z.B. beim Rückgriff auf tradierte Stoffe, auszuarbeiten und dabei sein immenses kulturgeschichtliches Wissen einzubringen. Sie bezeichnete Dorst als "Meister der nonverbalen Vermittlung: Er arbeitet souverän mit der Sprache des Sichtbaren, der Farben, des Lichts, der Gebärden und der Mimik. Seine szenischen Konstellationen, die genau kalkulierten Auf- und Abtritte, die vielschichtigen Konfigurationen zeugen für seinen souveränen Umgang mit den theatralen Möglichkeiten."
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