Stück Kategorie: Komödie

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    Sein oder Nichtsein

    Eine Gruppe der besten Theaterschauspieler der letzten Jahrzehnte – Angela Winkler, Ulrich Wildgruber, Otto Sander, Hermann Lause, Uwe Bohm, Eva Mattes, Klaus Pohl und andere –, von Peter Zadek mit Versprechungen trickreich gecastet, kommt zu monatelangen Shakespeare-Proben in Straßburg zusammen. Es soll sein Meisterstück werden. Die Schauspielerin Angela Winkler ist als Titelfigur besetzt. Zweimal flieht sie vor der Riesenrolle zu den Bienen in die Vogesen. Der Regisseur nimmt es als Bestätigung seiner Besetzung: “Wer Hamlet spielen will, ist falsch besetzt.” Die Produktion steht auf der Kippe. Bester Nährboden für Tragödien und Komödien. Heftige Kämpfe und zarte Liebesgeschichten wechseln. Wut und Hingabe, Konkurrenz und Freundschaft. Saufgelage und Disziplin bis zur Erschöpfung. Slapstickartige Manipulationen am Bühnenbild, absurde Wortgefechte zwischen Regiegroßmeister Zadek, Assistentin und Souffleuse …
    SEIN ODER NICHTSEIN ist ein Theaterroman, ein Liebesroman, ein Zeitroman, ein Psychothriller – ein Pageturner. Klaus Pohl war als Horatio in Zadeks „Hamlet“-Produktion engagiert. Hautnah erlebt er die Höhepunkte der riskanten Unternehmung als Hamlets engster Freund mit, eines psychischen Malstroms, wie ihn auch Shakespeares Stück zum Inhalt hat. Jetzt hat der Autor seinen Roman in eine rasante und rasend komische Backstage-Komödie umgeformt, hat eine von Publikum und der Kritik anlässlich der Uraufführung im Berliner Ramba-Zamba Theater stürmisch gefeierte Komödie geschaffen über das Theatermachen. Eine Liebeserklärung an das Theater!
    Über den an Personen und Orte geknüpften kulturhistorischen Einblick hinaus stellt Klaus Pohl mit SEIN ODER NICHTSEIN die Grundfrage nach der Entstehung eines Kunstwerks und charakterisiert diese „Hamlet“-Proben als paradigmatisch für das alltägliche Brot der Theaterarbeit. Das Lachen kommt dabei nicht zu kurz – versprochen!

    Nach dem Roman „Sein oder Nichtsein“ von Klaus Pohl

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    Das Comeback der Lebenslust

    In COMEBACK DER LEBENSLUST entdecken und erwecken sich Hilfsbereitschaft, Witz und Skurrilität von vier Lebenskünstlern zu einem Feuerwerk der Rückkehr in die Lebenslust. Das spannend vergnügliche Stück serviert einen lang ersehnten Aufbruch ins Leben. Noch hat sich der Winter unseres pandemischen Missvergnügens nicht in die rauhen Berge zurückgezogen. Aber der Frühling ist auf dem Weg, und wir wollen die blauen Bänder wieder flattern lassen – wollen die Überwindung einer langen Bedrückung feiern. Für Klaus Pohl geht das nur im Theater. Mit Poesie, Liebe, Geselligkeit, Satire und tollen Geschichten in seiner jüngsten Komödie OTTO – DAS COMEBACK DER LEBENSLUST.

    In COMEBACK DER LEBENSLUST entdecken und erwecken sich Hilfsbereitschaft, Witz und Skurrilität von vier Lebenskünstlern zu einem Feuerwerk der Rückkehr in die Lebenslust. Das spannend vergnügliche Stück serviert einen lang ersehnten Aufbruch ins Leben. Noch hat sich der Winter unseres pandemischen Missvergnügens nicht in die rauhen Berge zurückgezogen. Aber der Frühling ist auf dem Weg,…

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  • Hüben & Drüben. Drunter & Drüber.

    Inmitten der Wiener Wohnungsknappheit, wo Quadratmeter zum höchsten Gut werden, gerät eine ganze Hausgemeinschaft bei der Aussicht auf eine freiwerdende 8-Zimmer-Wohnung am Esteplatz in Aufruhr. Ob Ingenieurin, Notar, Schriftsteller, Musiker, Koch, Pfarrer, Yogalehrerin oder Automechanikerin, potentieller Wohnraum weckt in allen großes Begehren, zumal in Corona-Zeiten, und verleitet zu ausschweifenden Träumereien und Zukunftsplänen. Darum buhlt ein jeder Hausbewohner insgeheim um die Gunst der wohnraumreichen Tante Murr, die sich nicht nur ihren Umzug ins Altenstift gern noch einmal anders überlegt.

    So kommt es schließlich auch ganz anders, als das Paar aus der Nachbarwohnung kurz vor dem langersehnten Durchbruch steht. Die Hausbewohner finden sich unverhofft zum Leichenschmaus der Tante Murr zusammen und warten gemeinsam auf die Testamentseröffnung. Hier können langgehegte Träume wahr werden oder ein für alle Mal zerplatzen. Während der Warterei wird buchstäblich über Gott und die Welt gesprochen. Dabei kehrt die Unterhaltung unweigerlich zu dem Thema zurück, welches die Leichenschmaus-Gesellschaft am brennendsten interessiert: Wem hat Tante Murr nun wohl endgültig die große Wohnung vermacht? Hierüber wird nicht einfach spekuliert. Jeder Einzelne trägt inbrünstig vor, welche persönliche Vita und ureigene Verbindung zur Tante Murr den größten Anspruch auf diese wunderbare Wohnraumerweiterung begründe. Ja, welche Dienstleistungen und Opfer vergangener Jahre das Erbe sozusagen garantiere.

    Die rege Diskussion ermöglicht tiefe Einblicke in die unterschiedlichen Lebensgeschichten der Anwesenden. Da die servierten Apfelkrapfen die Bäuche beschweren und der Wein die Köpfe leichter werden lässt, wird die Leichenschmaus-Gesellschaft nämlich zunehmend beharrlicher und ehrlicher. Geheime Liebschaften und Verstrickungen treten peu à peu zutage. Anscheinend wird nicht nur mit Wohnraum, sondern auch mit dem einen oder anderen Nachbarn geliebäugelt. Mit einem Gespür für die menschliche Verletzlichkeit und Komik werden die Sorgen, Sehnsüchte und mehr oder minder taktvollen Strategien der Versammelten zum Erhaschen Wiener Wohnraums offenbart.

    All das wird begleitet von der opulenten Klaviermusik des wohl fremdgehenden, großen Musikers von unten und dem gelegentlichen Schluchzen der Haushälterin aus der Küche – und in Corona-Zeiten mit freundschaftlich in Anspruch genommener Hilfe durch Nestroy, Schnitzler, E. T. A. Hoffmann und Schopenhauer. Der Clou ist natürlich, dass Tante Murr sie allesamt durchschaut hat. Ihr gehört der letzte Satz: „Fortsetzung folgt!“
    Tatsächlich: Teil 2 und Teil 3 folgen.

    Ein Wiener Wohnraum- & Überlebens-Lust-Kampf-Spiel

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    Omatrick

    Ein junger Mann besucht seine Großmutter im Altersheim. Eine alltägliche Situation, würde man meinen – aber dann scheinen sich ihre Erinnerungen so gar nicht mit denen ihres Enkels zu decken. Und auch die alte Dame, die am Anfang noch unsicher und vergesslich erschien, erweist sich plötzlich als schlagfertig und trickreich. Bald hat sie ihren Besucher so in die Enge getrieben, dass er zugeben muss, gar nicht der Mensch zu sein, als den er sich vorgestellt hat. Er ist der Angestellte eines Immobilienbüros, der im Auftrag seines Chefs versuchen soll, der alten Frau eine Unterschrift abzuluchsen, mit dem sie ihren letzten Besitz, eine wertvolle Liegenschaft, an die Firma abtritt. Und der Chef dieser Firma ist niemand anderes als der Sohn der Heimbewohnerin, mit dem sie sich wegen seiner unsauberen Machenschaften schon seit langem endgültig zerstritten hat.

    Aber nicht genug der Überraschungen: Auch die „Oma“ ist nicht die, für die sie sich ausgibt. Um der Langeweile des Altersheims wenigstens für ein paar Stunden zu entkommen, hat sie die Rolle der greisen Hausbesitzerin übernommen, die sich schon lange an nichts mehr erinnert und niemanden mehr erkennt, sondern nur noch in ihrem Zimmer dem Tod entgegendämmert. Zunächst nur zum Zeitvertreib hat sie sich nicht nur deren Rollator, sondern auch ihre Persönlichkeit ausgeliehen. Niemand ist hier der Mensch, für den er sich ausgibt, und nichts ist so, wie es scheint.

    Aber die beiden „falschen Fuffziger“ sind nicht damit zufrieden, sich gegenseitig entlarvt zu haben. Sie schließen ein Bündnis miteinander, um gemeinsam dem hinterhältigen Immobilienmakler, der seine eigene Mutter übers Ohr hauen wollte, eine Lektion zu erteilen. Und das gelingt ihnen dann auch auf ungewöhnliche Weise.

    1 D, 1 H, 1 Dek

    Ein Theaterstück für zwei Schauspieler

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    Zwei goldige Papas
    oder
    Jugendsünden freuen länger

    Das Stück bezieht seine Komik teils aus dem gegensätzlichen „Habitus“ der beiden Vaterfiguren, teils aus Slapstick-Situationen und Sprachkomik, musikalisch garniert mit sechs kabarettistischen Liedern.
    „Papa“ Poupardin hatte vor 26 Jahren ein bizarres Liebesabenteuer in dem Städtchen Châtellerault, wie er seinem dortigen Gastgeber Tourterot gesteht; irgendwo muss es einen Sohn von ihm geben. Er selbst ist ein etwas weltfremder Gelehrter mit umständlich-altmodischer Bildungs-Sprache. Er will zusammen mit seiner Tochter Camille angeblich eine Immobilie besichtigen, in Wirklichkeit aber einen potentiellen Heiratskandidaten auskundschaften, den jungen Arzt César, Sohn des Witwers Tourterot.
    „Papa“ Tourterot wiederum hat sich vom wilden Party-Leben seines in Paris Medizin studierenden Sohnes César so beeindrucken lassen, dass er sich dessen „moderne“ Pariser Jugendsprache angewöhnte. Die Eheanbahnung der unterschiedlichen Väter wird schnell zum Fiasko, weil Tourterot den Besuchern allzu ordinär vorkommt und für den Sohn noch Schlimmeres befürchten lässt. Der örtliche Anwalt Gélinotte, der schon einmal erfolglos um Camille angehalten hatte, bietet sich als Heiratskandidat an, zumal er deren stattliche Mitgift dringend benötigt. Als endlich Tourterots Sohn César mit Verspätung aus Paris eintrifft, stellen Poupardin und Tochter Camille fest, dass der junge Arzt keineswegs dem wüsten Bild entspricht, das der Vater von ihm skizziert hatte: Er hat sich inzwischen in einen verantwortungsvollen Arzt mit tadellosen Umgangsformen verwandelt.
    Doch jetzt setzt sich eine neue komische Mechanik in Bewegung: Das Bild auf Tourterots Tabakdose, das angeblich seine verstorbene Frau porträtiert („Hammerweib“), wird von Poupardin als die schöne Unbekannte von damals erkannt, womit César sein verschollener Sohn sein könnte. Aber im turbulenten finalen Galopp erkennt Advokat Gélinotte in dem Bild seine Mama. Die rasante Schlussphase des Stückes ist ein slapstickhaftes Karussell aus Vatergefühlen, Ohnmachtsanfällen und Missverständnissen – und endet mit der Schluss-Strophe: „Hat’s den Zuschauern gefallen? / Oder werdet Ihr uns schelten, / weil wir das Niveau verfehlten? / Lassen wir den Vorhang fallen!“
    Die Übersetzung zeigt unter anderem die Modernität Labiches, der soziale Welten und Generationsunterschiede mit spitzer Feder herausarbeitet und daraus die Funken des Humors sprühen lässt. Labiches heitere Diagnose der Bourgeoisie macht ihn zum unterhaltsamen Zeitgenossen, sobald man ihn in Gegenwartssprache transponiert: 45 bis 60 Minuten intelligentes Lachtheater.
    Es handelt sich um die erste deutsche Übersetzung des Stückes. Ähnlichkeiten mit zeitgenössischem Jargon und heutigen Charakteren ergeben sich ebenso zufällig wie zwangsläufig.

    Komödie in einem Akt mit Liedern

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    Die beiden Schüchternen

    Monsieur Thibaudier ist ein schüchterner Rentner, der sein Leben lang in einem Büro ohne Kontakte gearbeitet hatte. Er ist Fremden gegenüber wehr- und hilflos wie ein Kind. So ließ er sich von dem recht forschen Garadoux überreden, ihn als Heiratskandidaten für seine Tochter Cécile zu akzeptieren und nahm ihn sogar in sein Haus auf, wo Garadoux sich ziemlich breitmacht. Die Handlung spielt an dem Tag, an dem die Heirat im Rathaus angekündigt werden soll.
    Die 18jährige Cécile hat aber ihren eigenen Kopf und weiß geschickt, die Fäden zu ziehen. Sie möchte lieber den jungen Advokaten Frémissin zum Mann, den sie beim Geburtstagsfest ihrer Patentante kennenlernte. Aus seinem zerstreut-tollpatschigen Verhalten dort schloss sie, dass er in sie verliebt sein müsse, was auch stimmt. Als Frémissin endlich erscheint, um tatsächlich um ihre Hand anzuhalten, offenbart es sich, dass er ebenso schüchtern ist wie der Schwiegervater in spe. Daraus ergibt sich eine Reihe von komischen Missverständnissen, die schlimmer werden, als die beiden Schüchternen sich gegenseitig nur noch Briefe schreiben, wobei die Kaminuhr als Briefkasten dient.
    Cécile manipuliert ihren weichherzigen Vater und ihren lieben Jules Frémissin zwar nach Kräften, aber alles scheint verloren, als eine glückliche Entdeckung in letzter Sekunde die Wende zum happy end ermöglicht. Garadoux wird als genau jener erste Klient Frémissins erkannt, von dem dieser vorher Cécile berichtet hatte. Garadoux kam vor Gericht, weil er seine Frau mit einem Stock geschlagen hatte; Frémissin hatte widerwillig seine Verteidigung übernommen, doch vor Gericht versagte dem Schüchternen plötzlich die Stimme, und statt eines Plädoyers empfahl er für den brutalen Ehemann die ganze Strenge des Gesetzes; Garadoux kam ins Gefängnis, ohne Bewährung.
    Durch diese Vergangenheit ist Garadoux als Bewerber natürlich disqualifiziert und wird von Thibaudier hinausgeworfen. Und als Thibaudier und Frémissin von Cécile erfahren, der jeweils andere sei schüchterner als er selbst, ist der Bann der Schüchternheit gebrochen: Der Heiratsantrag und die Zustimmung finden jetzt lautstark und aggressiv zwischen zwei auf komische Art enthemmten Alpha-Männchen statt.
    Das Stück wird in Frankreich oft gespielt, meist in prominenter Besetzung, da die beiden „schüchternen“ Hauptrollen ein gefundenes Fressen für starke Schauspieler sind und unendliche Körperkomik ermöglichen.
    Das Stück ist gespickt mit sieben kabarettistischen Liedern und verspricht 60 Minuten schwungvoller Unterhaltung mit kryptofeministischer Botschaft.

    Vaudeville-Komödie in einem Akt

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    Genie und Diarrhö

    Der alternde Schriftsteller Jonathan Grünauer hat es nicht leicht: Seit Jahrzehnten hängt er an seinem großen Roman fest. Aber wie soll er sich dazu aufraffen, ihn abzuschließen, wenn der Baulärm von draußen jeden Gedanken zerstört? Es hilft auch nicht, dass die Hinfälligkeiten zugenommen haben und die tägliche Pillendosis bedenklich hoch geworden ist. Und dann liegt ihm auch noch seine Schwester Inge in den Ohren und missversteht ihn ständig. Mit ihr lebt er seit einiger Zeit mehr schlecht als recht in einer Wohnung. Ihre ewigen Meckereien und Eifersüchteleien verderben ihm das letzte bisschen Arbeitseifer.

    Als ob das nicht genug wäre, erfährt Jonathan, dass ein Freund ihm die Idee und den Titel zu seinem Roman gestohlen hat, und der Verleger droht, dessen Text zuerst zu veröffentlichen, es sei denn, er schickt ihm seinen eigenen Text binnen drei Tagen zu. Inge will ihn zwingen, aus Wien in die Berge zu verreisen, um dort in aller Ruhe das Manuskript abschließen zu können. Wird es den beiden ungleichen Geschwistern gelingen, trotz aller Hindernisse fertig zu werden? Wird der Roman der Erfolg, den seine Schwester prophezeit? Und wird sich sein Magen beruhigen, der wieder so bedrohlich rumort?

    Mit diesen zwei spannungs- und farbenreichen Figuren – bietet Klaus Pohls Komödie den beiden Schauspielern alle Möglichkeiten zur Entfaltung. Sie erzählt deftig und mit Wortwitz von den Tücken des Altseins und des Zusammenlebens. Es ist ein Stück über das, was Kunst verhindert und – was sie möglich macht. Und es zeigt, wie man den hör- und riechbaren Begleiterscheinungen des Alters trotzt, indem man ihre komischen Seiten ausstellt. Ohne dass es den Figuren die Würde nimmt, ist das Unangenehme hier so sehr Teil des Stückes wie die Kunst und die Liebe. „Der Ruhestand ist ein schwer zu beherrschendes Mysterium.“ Das stimmt. Aber er ist zu bewältigen, wenn man über ihn lachen kann.

    Der alternde Schriftsteller Jonathan Grünauer hat es nicht leicht: Seit Jahrzehnten hängt er an seinem großen Roman fest. Aber wie soll er sich dazu aufraffen, ihn abzuschließen, wenn der Baulärm von draußen jeden Gedanken zerstört? Es hilft auch nicht, dass die Hinfälligkeiten zugenommen haben und die tägliche Pillendosis bedenklich hoch geworden ist. Und dann liegt…

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    Herrenbekanntschaften

    Im Unterschied zu den Mördereien ihrer „Damenbekanntschaften“ werden Verstorbene in ihrem neuen Stück „Herrenbekanntschaften“ wieder quicklebendig, wenn auch als körperlose Geister. Lotte Ingrisch breitet ein Friedhofsszenario aus, das ihren Figuren im Jenseits eine durchaus launige Heimstatt zu bieten scheint für ein Fortleben ihrer Sehnsüchte und Ängste, für die gelitten und gestritten wird, herzerweichend und boshaft, in Begegnungen mit Ihresgleichen oder mit ihren Hinterbliebenen.
    Zu ihnen gesellt sich die Köchin Resi. Regelmäßig besucht sie die in friedlicher Nachbarschaft nebeneinander liegenden Gräber ihres Mannes Kurti, eines mäßig erfolgreichen Boxers, und ihres Liebhabers, des Heldentenors Leopold. Für sie, die Toten, geht das Leben weiter wie bisher, boxend und singend auf ihren Gräbern – auch wenn beide nicht mehr ganz auf der Höhe ihrer ehemaligen Fähigkeiten sind. Die Köchin tanzt derweil vergnügt auf dem Grab ihres gehörnten Seligen. Handgreifliche Eifersuchtsanfälle muss sie jetzt nicht mehr fürchten. Als die beschwingte Resi stürzt und mit dem Kopf auf den Stein fällt, kann sie zu ihrem großen Schrecken Kurti plötzlich sehen und entdeckt eine besondere Begabung: als Medium zwischen den Welten der Lebenden und der Toten. Daraus ließe sich bestimmt Geld machen, so, wie die Mizzi-Tant, Exfrau von Leopold, es immer verstand.
    Resis erster Kunde ist ein Dichter, der seine Frau vergiftet hat und jetzt ihr Testament sucht. Resi soll sie nach dem Versteck fragen. Die Tote, die alles dem Jüngsten ihrer Rauchfangkehrerinnung vermacht hat, lacht den Dichter aus – und vor Schreck, sie hätte die Tote wieder in die Wirklichkeit geholt, trifft die Köchin der Schlag. Sie wird bei ihrem Mann begraben, und wegen des akuten Priestermangels ist der Pfarrer ein Roboter mit Blech unterm Talar. Boxer und Köchin sind im Tod wieder vereint, und so sitzen sie gemeinsam auf dem Grabstein und langweilen sich „zu Tode“.
    Doch da scheint Abhilfe zu kommen, in Gestalt eines Außerirdischen, der wie der Leibhaftige plötzlich mit Donner und Getöse wie vom Himmel fällt. Niemand weiß, von welchem Planeten er gekommen ist, aber er verspricht, alles und jeden verwandeln zu können. Resi wäre gern ein Blume, aber auch ein Außerirdischer macht schon mal Fehler: Als blökendes Schaf sitzt Resi neben ihrem wunschgemäß in einen brüllenden Löwen verwandelten Kurti.

    Im Unterschied zu den Mördereien ihrer „Damenbekanntschaften“ werden Verstorbene in ihrem neuen Stück „Herrenbekanntschaften“ wieder quicklebendig, wenn auch als körperlose Geister. Lotte Ingrisch breitet ein Friedhofsszenario aus, das ihren Figuren im Jenseits eine durchaus launige Heimstatt zu bieten scheint für ein Fortleben ihrer Sehnsüchte und Ängste, für die gelitten und gestritten wird, herzerweichend und boshaft,…

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    Drunter und Drüber

    Drunter und drüber: Klara und Anton verkehren die Angabe ihres gesellschaftlichen Stands ins Gegenteil. Es gibt keinen Ort, der die Menschen so gleich macht wie ein Sanatorium. Man läuft den ganzen Tag im Trainingsanzug herum, und wenn man sich beim Sport oder auf einem Spaziergang trifft, sieht man dem anderen nicht an, ob er reich oder arm, Chef oder Angestellter ist. Als sich Klara und Anton dort begegnen, benutzen beide die Chance, sich als etwas anderes auszugeben, als sie in Wirklichkeit sind. Sprüche auf Lager zu haben, schlagfertig im richtigen Moment zu sein, das verstehen Anton und Klara beide bestens, wenn sie beim beliebten Allerweltsthema Wetter auch noch Verständnis haben für die Alltagspannen des Wettergotts, bei dem „wahrscheinlich der Fernseher kaputt“ ist. Und je näher sie sich kommen, desto weniger schaffen sie es, sich aus dem eigenen Lügengebäude wieder zu befreien – mit immer komischeren Konsequenzen. Was schließlich zählt, sind Gefühl und Vertrauen, all das, was jenseits von Uniformen und Etiketten verstanden wird. So kommen Klara und Anton sich schließlich trotzdem näher, ohne phantasievolle Lügengeschichten – obwohl gerade die das Stück so lebensnah machen.

    Eine Komödie

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    Unverhofft kommt oft

    „Was Sie mir hier erzählen, ist so verrückt, dass es anfängt mich zu interessieren.“, sagt Walter Keller zu Alissa, der jungen Bulgarin, die plötzlich in das Leben des Ruheständlers tritt. Der alte Herr soll das Genossenschaftshäuschen, in dem er fast sein ganzes Leben verbracht hat, verlassen, weil den Vorschriften nach Alleinstehende dort nicht leben dürfen. Das bringt ihn gewaltig durcheinander – und schließlich auf eine verrückte Idee. Seine Nachbarin, Frau Liebling, die das Problem mit Falschanmeldung gelöst hat, versteht die Welt nicht mehr, als der notorische Nörgler sie auf einmal zum Tanz auffordert. Und Alissa, die verzweifelt nach dem Vater ihres noch ungeborenen Kindes sucht, findet in Walter Keller einen Komplizen bei dem Versuch, den Kindsvater, seinen Namensvetter Lukas Keller, als Erben eines vorgeblichen Vermögens anzulocken. Doch auch der von der Genossenschaft bestellte Psychologe und Sozialarbeiter Hubert Faulenbacher kommt auf eine „geniale“ Idee: Wäre Walter Keller komplett verrückt, käme er als ideales Objekt für eine wissenschaftliche Untersuchung infrage – aber nicht in seinem Häuschen, sondern in der Psychiatrie. Indessen gibt Walter den Helfer gegenüber Alissa, die für ihn einkauft und kocht und ihn später pflegen will – als Gegenleistung für Unterkunft und Essen bei ihm. Doch als er Alissa eine zukunftsweisende Heirat vorschlägt – „Willst du meine Witwe werden?“ – da geht es mit der Trickserei plötzlich nicht weiter, bis im letzten Moment sich doch noch alle Probleme in einem Happyend auflösen.

    Komödie in drei Akten

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