Stück Kategorie: Krimi

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    Ein dunkles Geheimnis

    George und Lennie haben einen Plan – aber George heißt nicht George – und Lennie kann sich das nicht merken. Das muss er aber, wenn der Plan klappen soll. Und was ist der Plan? Entführung, Erpressung, Mord? Lennie glaubt, es ginge um Entführung und Erpressung. George weiß, es geht um Entführung und Erpressung und – vielleicht doch um Mord? Lennie merkt erst nach einer Weile, dass jemand ermordet werden soll – und zwar er! Aber wieso? Er war doch Komplize und nicht Opfer. Ist George nun wirklich der große Planer, der alles im Griff hat? Er weiß zwar, dass auch Lennie nicht Lennie heißt. Aber weiß er auch, was zwischen Lennie und Charlotte vorgeht? Und welche Rolle spielt nun wieder diese reiche Charlotte? Ist sie Opfer? Oder Komplizin? Oder keins von beiden? Oder beides?

    Und wer wird eigentlich ermordet? Lennie? Oder John Small? Wer ist John Small? Oder heißt er John Large? Das interessiert den Inspektor – der kein Inspektor ist – der den Mord untersucht. Hält er George für den Täter? Oder Miss Chamberlain für die Täterin? Oder hat der Inspektor gemerkt, dass ihn die vielen Spuren auf die falsche Fährte locken sollen – ebenso wie den Zuschauer?

    Ein Thriller in 2 Akten

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  • 5
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    Ein Mordstheater

    Der Vorhang hebt sich – wir sehen das Innere eines alten englischen Schlosses. Allerdings sieht das Bühnenbild schlichter aus, als wir es sonst in diesem Theater gewohnt sind. Auch die Schauspieler spielen nicht so souverän und gut wie sonst. Nach fünf Minuten geschieht ein Mord!

    Plötzlich eine Stimme aus dem Zuschauerraum: „Halt! – Das ist ja furchtbar!“ Und wir begreifen: Wir befinden uns auf der Probe eines nicht besonders hervor-ragenden Tourneetheaters mit einem dementsprechenden Ensemble. Kurz vor der Premiere.

    Es sind alle Typen vertreten: Der dominante Boss, der gleichzeitig der Regisseur ist (ein Womanizer, der sich für unwiderstehlich hält), seine Frau – etwas älter als er –, die natürlich alle großen Rollen spielt, die neidische Kollegin, die davon lebt, dass sie in einer berühmten TV-Serie gespielt hat, die leider abgesetzt wurde, ein alter Komödiant – dem Alkohol nicht abgeneigt –, ein Schönling mit rollendem „R“, die hübsche Naive, auf die der Boss scharf ist, und eine junge Schauspielerin, die normalste von allen. Und dann noch ein „Mädchen für alles“ – Inspizientin und Requisiteurin.

    Im Laufe der Probe geschieht ein zweiter Mord! Echt? Gespielt? Es tritt ein Inspektor auf. Echt? Gespielt?

    Ein Stück, amüsant und spannend, ein gefundenes Fressen für komödiantische Schauspieler und einen Regisseur, der dem Publikum mal zeigen kann, wie es „hinter den Kulissen“ zugeht.


    WOLFGANG SPIER, Sohn eines Psychologen aus Frankfurt am Main, wollte 1939 in Berlin eigentlich Medizin studieren, bekam aber seiner zum Teil jüdischen Herkunft wegen keinen Studienplatz. Deshalb begann er eine Lehre beim Berliner Bankhaus Scheuermann. Nach dem Krieg liess er sich zum Schauspieler ausbilden. Wolfgang Spier war von 1946 bis 1950 Schauspieler und Regisseur am Staatstheater Wiesbaden, wirkte von 1950 bis 1955 als Künstlerischer Leiter des Theater im British Centre Berlin, der Tribühne Berlin und der Komödie Berlin, beim RIAS bis 1955 auch als Regisseur. Von 1955 bis 1957 war er als Schauspieler und Regisseur bei Karl-Heinz Stroux am Düsseldorfer Schauspielhaus engagiert. Seit 1957 spielt und inszeniert Wolfgang Spier an vielen deutschen Bühnen, unter anderem in Berlin, Frankfurt, München, Hamburg, Köln, Essen und Stuttgart. Er führte Regie auch bei Kabarettprogrammen, arbeitete als Fernsehregisseur, ist Übersetzer moderner Theaterstücke und selbst Autor. Spier ist so beliebt, daß zu seinem 80. Geburtstag auf dem Dach der Münchener Frauenkirche weithin sichtbar zu lesen war: „Herzlichen Glückwunsch, Wolfgang Spier!“

    Kriminalkomödie in 2 Akten

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    Doppelpass

    Phillipa lädt den Stadtstreicher Duncan in ihre teuer möblierte Wohnung ein und erzählt ihm, ihr Ehemann Richard sei drei Wochen vor seinem 45. Geburtstag beim Tauchen in Panama tödlich verunglückt. An diesem Geburtstag sollten ihm eine Million Pfund aus dem Vermögen seiner Mutter ausbezahlt werden, vorausgesetzt, er ist mit Phillipa verheiratet. Phillipa macht Duncan ein finanziell attraktives Angebot, damit man ihn für Richard halten kann: Er soll seine Lumpen gegen einen Smoking eintauschen, sich die Haare kurz schneiden lassen und sich seinen schottischen Akzent abgewöhnen.

    Ein Verwirrspiel der mehrfach potenzierten Identitätsverdopplung beginnt. Ist Duncan Duncan oder Richard? Ist Phillipa Phillipa oder ihre Haushälterin? Wer ist Mr. Davidson, und mit wem hat seine Sekretärin Laura ein Verhältnis? Und wer plant einen Mord an wem?

    Kriminalstück in 2 Akten

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    Sherlock Holmes‘ letzter Fall

    War es das für Sherlock Holmes? Gefangen in einem dunklen Kellergewölbe, gefesselt an einen bizarren Folterstuhl, wartet der Meisterdetektiv auf die Wirkung eines tödlichen Giftes auf seiner Haut. In den Hinterhalt gelockt hat ihn jedoch nicht, wie zunächst vermutet, Simeon Moriarty, Sohn von Sherlock Holmes’ größtem Widersacher Professor Moriarty, der blindwütig auf Rache sinnt für den Tod seines Vaters. Vielmehr kommt die Gefahr aus ganz unmittelbarer Nähe – so nah, dass selbst der große Sherlock Holmes, Spezialist detailgenauer Beobachtung und nüchterner Analyse, sie übersehen musste.

    Das Gift wirkt, doch Sherlock Holmes‘ letzter Fall ist damit längst nicht abgeschlossen. Doktor Watson, Holmes‘ Adlatus und ewiger Eckermann, führt das erfolgreiche Kriminalunternehmen ohne seinen selbstherrlichen Chef weiter, muss aber bald feststellen, dass er ohne die Spürnase des tragisch Verblichenen schnell an seine Grenzen gelangt. Besonders knifflig wird es, als eines Tages ein ganz und gar nicht distinguierter Herr im Teezimmer der Baker Street steht, der dennoch behauptet, niemand anderes zu sein als der berühmteste Forensiker des Königreichs: Sherlock Holmes.

    Mit Sherlock Holmes’ Ableben wagt sich Charles Marowitz an ein Sujet, das nach heftigen Protesten aus der Fangemeinde selbst Sir Arthur Conan Doyle ins Schwitzen brachte. Sein letzter Fall erfüllt jedoch alle Ansprüche an ein würdiges Finale: schlagfertige Dialoge, überraschende wie dramatische Wendungen und ein Gegenspieler, der aus intimer Kenntnis um Sherlock Holmes’ größte Schwäche weiß, nämlich Überlebensgröße und blendende Strahlkraft seines eigenen Ruhmes.

    Kriminalstück in 2 Akten

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