Maggie von den Heiligen

2
Damen
0
Herren
Originaltitel:
Maggie of the Saints
Deutsch von
Christine Koschel und Inge von Weidenbaum
2 Jungen, 1

Stück in einem Akt

Im großen dunklen Kirchenschiff ist sie zuständig für den Staub: Maggie schrubbt den Boden, wischt die alten Eichenbänke und poliert die Heiligenfiguren. Sie ist die Scheuerfrau vor dem Herrn, diejenige, die dort sauber macht, wo andere sich von ihren Sünden reinigen. Nur dank ihrer tagtäglichen Opferarbeit kann der Heiligenschein der Kirche in vollem Glanz erstrahlen. Doch sie selbst wartet vergeblich auf Erlösung, auf Anerkennung, auf einen liebenden Menschen.

Mutter Mary, die Maggie aus einer hinteren Ecke der Kirche bei ihrem Putzgang zusieht, kann ihrer Tochter nicht helfen. Sie gehört einer Generation an, die mit Gott radikal gebrochen hatte, jeden Glauben verachtete, nur um einige Jahre später umso reumütiger in den Schoß der Kirche zurückzukehren. Jetzt bleibt ihr nur noch der Blick zurück auf wechselhafte Jahre, die ihr nicht geholfen haben, das Leben besser zu verstehen.

Während Maggie sich mit dem Putztuch bis zum Altar vorangearbeitet hat, setzt Mutter Mary für sie zum Gebet an, einem, in dem sie alles aufbietet, „was übrig ist von mir.“ Und tatsächlich tut sich etwas Ungewöhnliches in der Kirche, ein Wunder vielleicht, oder sogar die Erlösung?

Ein sensibel-melancholisches Duett zwischen Mutter und Tochter über die Vergänglichkeit der Überzeugungen und des Lebens.


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