Tom Stoppard

TOM STOPPARD wurde als Tomáš Straussler, Sohn eines jüdischen Arztes, 1937 in der Tschechoslowakei geboren. Die Familie floh 1939 nach Singapur und emigrierte zwei Jahre später weiter nach Indien. 1946 folgte der Umzug nach England.

Stoppard begann seine berufliche Laufbahn als Journalist, Theater- und Filmkritiker. 1966 gelang ihm mit "Rosenkranz und Güldenstern sind tot" der Durchbruch als Dramatiker. Zu seinen bekanntesten Stücken für das Theater zählen außerdem "Das einzig Wahre, Travesties, Akrobaten, Rauhe See, Arkadien, Die Küste Utopias" und "Rock'n'Roll". Darüber hinaus verfasste er zahlreiche Texte für Radio, Film und Fernsehen. Sein Drehbuch zum Film "Shakespeare in Love" wurde 1999 mit dem Oscar ausgezeichnet.

Die Begegnung mit dem späteren Staatsoberhaupt Václav Havel im Rahmen einer Reise in die Tschechoslowakei, 1977, war prägend für Stoppards weitere Entwicklung als Künstler. Charakteristisch für viele seiner Werke ist das Aufgreifen politischer, regimekritischer und bürgerrechtlicher Themen, die sich auch in Stoppards persönlichem Engagement für Amnesty International widerspiegeln.

1997 wurde Tom Stoppard für seine Verdienste in London zum Ritter geschlagen und in Paris zum Officier de l'Ordre des Arts et des Lettres ernannt.





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