Stück Kategorie: Komödie

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    Damen
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    Herren

    Romeo mit grauen Schläfen

    Ein Leben lang hat Alexander Förster den großen Liebhaber gespielt – auf der Bühne wie hinter den Kulissen. Doch Romeos Schläfen sind ergraut, der große Theaterstar ist in die Jahre gekommen, und gute Rollenangebote sind seitdem Mangelware. Nur hinter den Kulissen, da bleibt „Alexander der Große“ ganz auf der Höhe seines Schaffens; zumindest, solange es um die Reize der Nachwuchsschauspielerinnen geht.

    Jedoch auch die Zweitkarriere als ewig junger Charmeur und Frauenheld gerät ernsthaft in Gefahr. Alexander hat sich gerade auf ein weiteres amouröses Abenteuer eingelassen, da steht Vicky, die lang verschollene Tochter, in der Tür. Im Gepäck hat sie ihr Baby Alexander II, ein krakeelendes Bündel und als Enkelsohn neuer Stammhalter im Reich des alternden Bühnenhelden.

    Romeo als Opa? Nachdem der erste Schock überstanden ist, ergeben sich unverhoffte Perspektiven. Der „Express“ bringt die Story auf der Titelseite – eine Aufmerksamkeit, die genau zur rechten Zeit kommt. Denn der Alt-Star macht sich Hoffnungen auf die Hauptrolle einer Fernsehserie, die ihm die Bestseller-Autorin Jutta Hoffmann auf den Leib geschrieben hat. Dass sie das kann, daran besteht kein Zweifel, denn Jutta ist Alexanders große und unvergessene Jugendliebe…

    Komödie in 3 Akten

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  • 2
    Damen
    1
    Herren

    Die Witwe

    Salon mit Leiche: Oskar ist tot. Herzschlag. Oder doch Zyankali? Neben dem Sarg sitzt düster und steif die Witwe. Sie hat viel verloren, vielleicht alles: ihren Mann, ihre Stimme. Wird sie je wieder singen können? Gut, sie hat auch gewonnen. Zweihunderttausend aus der Lebensversicherung.

    Der Galan mixt einen Cocktail an der Bar. Auch er hat viel verloren: Oskar war sein bester Freund. Doch in dieser schweren Stunde will er der Witwe eine Stütze sein. Zumal man sich so nahe gekommen ist. Außerdem war das mit der Lebensversicherung seine Idee.

    Die Geliebte, das junge Ding, betritt den Salon. Sie verliert vielleicht am meisten. Oskar wollte sie heiraten, er hatte nur noch eine Kleinigkeit zu erledigen. Doch in den tröstenden Armen der Witwe ist ihr, als wäre der Verstorbene ganz nah.

    Und die Leiche? Die Leiche fängt auf einmal zu singen an.

    Lotte Ingrisch trifft Edgar Allan Poe: Das Geheimnis liegt an der Oberfläche, das beste Versteck ist dort, wo es jeder sehen kann.

    Komödie des Entsetzens in einem Akt

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  • Der Mann, der sich nicht traut

    Gibt es Ehen nach Maß? Seit der Uraufführung dieser Komödie gelte ich in weitesten Kreisen der Bevölkerung als Eheexperte. Das stimmt nicht. Im ersten Teil des Stückes wird nur Negatives über die Ehe gesagt. Da war ich überrascht, ja geradezu erschrocken, wie viele Menschen schlechte Erfahrungen mit oder in der Ehe gemacht haben. Jeder, den ich befragte, winkte erst mal traurig ab, seufzte und erzählte mir dann, was er mit ihr, respektive sie mit ihm, durchgemacht hatte. Ich hörte so viel Böses, dass mir die ersten sieben Bilder bis zur Pause unglaublich schnell von der Hand gingen. Ich suchte gerade eine Frau, stellte aber meine Bemühungen aufgrund dieser Erfahrungen vorübergehend ein.

    Ich habe seitdem oft über die Ehe nachgedacht, wie fängt so was an? Zwei Menschen finden sich, sie finden sich bezaubernd, und besinnungslos vor Glück, also nicht ganz zurechnungsfähig, bestellen sie das Aufgebot. Es kommt zur Trauung. Beim Standesbeamten hat man vielleicht vorübergehend klare Momente, aber das berühmte JA klingt schon verdächtig brüchig. Doch dann ist es zu spät. Es wird ernst. Die Gäste sind schon geladen, das teure Buffet wartet, und man hört im Geiste bereits die Sektkorken knallen. Und dann tritt man, vielmehr stolpert man, von leisen Zweifeln geplagt, in den Stand der Ehe.

    Ich will natürlich nicht zu pessimistisch sein, immer muss es ja nicht gerade schief gehen. Es gibt, so wurde mir von verschiedenen Seiten versichert, auch sehr gute Ehen. Die Mehrheit allerdings ist nur ganz gut. Es gibt natürlich auch sagenhaft gute Ehen, siehe Philemon und Baucis.

    Aber woran liegt es, wenn es nicht klappt? Meiner Ansicht nach, an der falschen Reihenfolge. Die Paare gehen zuerst zum Standesamt und dann zur Eheberatung, der umgekehrte Weg wäre natürlich besser. Wenn man zuerst zur Beratung gehen würde, dann könnte, wenn man Glück hat, Schlimmeres verhindert werden.

    Jetzt werde ich lieber schließen. Wenn meine Frau diesen Text liest, bekomme ich sowieso Ärger – sie weiß natürlich, dass ich nur Spaß mache. Sie wird bestimmt sagen, dass es zu weit geht, es soll ja immer noch Menschen geben, die mich ernst nehmen. Außerdem spricht das Zahlenverhältnis für meine Einstellung: Zwei Ehen und nur eine Scheidung! (Curth Flatow)

    Komödie in 12 (13) Bildern

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