Stück Kategorie: Komödie

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    An den Nagel gehängt!

    Um die Anwaltskanzlei ihres vor zehn Monaten verstorbenen Mannes Jules Montgicourt und die gemeinsame Wohnung zu retten, heiratet die junge Witwe Olympia kurzentschlossen den bisherigen Kanzleisekretär Ernest Picquefeu. Aber am Hochzeitstag eröffnet sie ihm, dass ihre Beziehung platonisch bleiben müsse. Sinnbild für ihren krankhaften Totenkult ist das dominierende Porträt des vergötterten Jules Montgicourt im Wohnzimmer und die Weiterbeschäftigung seines alten Kammerdieners Amédée.
    Als zwecks Scheidung wütend Besuchon in die Kanzlei stürmt, weil er Liebesbriefe von diesem Jules Montgicourt bei seiner Frau entdeckt hat, bejubelt Picquefeu die Gelegenheit, den Vorgänger vom Sockel der Tugendhaftigkeit zu stoßen, und dessen Porträt wird abgehängt. Doch jetzt verwandelt sich die gekränkte Olympia in eine unersättlich liebeshungrige, dann aber auch extrem eifersüchtige Frau, die ihren zweiten Mann nicht mehr vor die Tür lassen will, als sie auch auch an Picquefeus Treue zu zweifeln beginnt.
    Picquefeu sucht Bewegungsfreiheit und behauptet, er habe die Geschichte mit den Liebesbriefen nur erfunden, um seinen Vorgänger zu desavouieren. Doch da taucht der rachedurstige Besuchon mit den 32 Liebesbriefen zum Showdown auf und bringt den dramatischen Knoten zum Platzen. Olympia erkennt, dass die Liebesbriefe ihres Mannes an sie selbst gerichtet waren. Sie hatte sie bei einer Freundin aufbewahren lassen. „Jules ist unschuldig!“ Das Porträt des Anwalts wird wieder aufgehängt. Picquefeu aber darf jetzt trotzdem mit ins Schlafzimmer, weil er geschworen hat, mit seiner Frau über nichts als über seinen Vorgänger zu reden, ein Schwur, den er wohl kaum einhalten kann, wie er im Schlusslied verrät.

    AN DEN NAGEL GEHÄNGT ist einer der amüsantesten und gelungensten Einakter von Labiche, weil er aus einem schwierigen Stoff ein Feuerwerk aus Sprach-, Situations- und Charakterkomik zu schlagen versteht. Die zehn Lieder steigern die Dramatik und bringen die Situationen immer witzig auf den Punkt – ob sie gesungen, gerappt oder gesteppt werden.
    Leichtfüßig und unsentimental erzählt Labiche die Geschichte einer Verwandlung und Rückkehr ins Leben, ohne moralischen Zeigefinger, aber mit Liebe zu allen Charakteren. Ein Sieg der komödiantischen Phantasie über alle Hindernisse, wenn auch kräftig unterstützt durch den freundlichen Gott des Zufalls, der Jahrhunderte früher noch als deus ex machina auftrat.
    Wer das Publikum optimistisch stimmen will, hat mit diesem 70-Minuten-Stück eine wirksame Arznei – serviert mit dem Champagner der guten Laune. Das Stück wird in Paris immer wieder gespielt, wo es am 1. April 1858 am Théâtre du Palais Royal uraufgeführt wurde. Rainer Kohlmayer hat es zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt.

    Vaudeville-Komödie mit Liedern in einem Akt

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  • 4
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    2
    Herren

    Mein Vater, der Junggeselle

    Gerade als der geschiedene Frank eine Liebschaft mit seiner Nachbarin beginnt, taucht sein fast volljähriger Sohn Thomas mit Sack und Pack bei ihm auf und will einziehen.
    Franks Begeisterung hält sich in Grenzen, zumal der Sohnemann ihm nicht nur mit seinem jugendlich-gesunden Appetit die Haare vom Kopf zu fressen droht, sondern bald auch größere Musikinstrumente und allerlei Computerzubehör die Eineinhalbzimmerwohnung verstopfen.
    Doch als Thomas‘ Mutter Barbara und deren neuer Zukünftiger Anstalten machen, den Jungen mit fiesen Aktionen und teuren Geschenken zur Rückkehr zu bewegen, nimmt Frank für seinen Sohn den Kampf auf…
    Eine verwickelte Familiengeschichte über Selbstfindung und Machtkampf nach einer Scheidung, humorvoll und nonchalant erzählt.

    Fast eine Bettgeschichte

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  • 1
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    Die Affäre in der Rue de Lourcine

    Der auch abendfüllend gespielte Einakter Die Affäre in der Rue de Lourcine gilt als eines der besten Stücke von Labiche (und seinen Mitarbeitern) und als einer der bissigsten Klassiker des schwarzen Humors überhaupt. Am Morgen nach einer durchzechten Nacht beweist eine Zeitungs-Nachricht den zwei ehemaligen Schulkameraden Lenglumé und Mistingue, dass ihre alkoholbedingte Gedächtnislücke mit dem gemeinsamen Mord an einer Kohlenhändlerin zusammenhängt. Sie geraten in einen Strudel von grotesken Vertuschungsversuchen, von Spuren- und Zeugen-Beseitigung. Auf dem Höhepunkt der egoistischen Skrupellosigkeit, als sie sich sogar gegenseitig meucheln wollen, entdecken sie, dass die Zeitungsmeldung 20 Jahre alt ist und sie folglich „unschuldig“ sind. Labiche zeigt, wie dünn und brüchig der Lack der bürgerlichen ⹂Normalität” letzten Endes ist, ohne auch nur eine Sekunde lang den moralischen Zeigefinger zu schwingen. Daher wird Labiche in Deutschland oft unterschätzt.

    Die Übersetzung belässt den Dialogen ihre Knappheit. Die neun Gesangseinlagen sind allesamt in ein leicht sangbares Gegenwartsdeutsch übersetzt. Labiches Unmengen von Pausenzeichen im Text sind genauestens beibehalten; sie deuten an, dass in diesem Stück das Körperspiel der ⹂Helden” besonders wichtig ist. Eine Pioniertat in zwerchfellerschütterndem schwarzem Humor, der nicht mehr weit von Kafka entfernt ist.

    Komödie in einem Akt mit Couplets

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  • 3
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    3
    Herren

    Edgar und sein Dienstmädchen

    Das erwachsene Muttersöhnchen Edgar führt ein riskantes Doppelleben. Da er sich mit dem etwas ordinären Dienstmädchen Florestine eingelassen und ihr das Blaue vom Himmel versprochen hat, ist er in ihrer Hand. Sie darf auf keinen Fall erfahren, dass er die finanziell attraktive Henriette Veauvardin heiraten wird. Am Tag, als der Ehevertrag unterschrieben werden soll, wird Edgar zu einem wahnwitzigen Krisenmanagement gezwungen, bei dem er immer wieder mit knapper Not davonkommt und sogar in letzter Minute, als alles verloren scheint, durch eine „glückliche“ Verwechslung der Entlarvung entgeht. Alles bleibt unterm Teppich – und die böse alte Moral von der Geschichte mag sein, dass die bürgerlichen Konventionen nur um den Preis von Versteckspielen und Maskeraden zu retten sind. Das Tempo auf der Rutschbahn der turbulenten Situationskomik lässt dem Publikum allerdings kaum Zeit für puritanische Distanz.

    Labiches Dialoge sind knapp und witzig, auch die Nebenfiguren − die Gluckenmutter (Madame Beaudeloche), der dümmlich-forsche Schwiegervater (Veauvardin), die kühle Braut (Henriette), und ein pompöser Notar − sind präzise gezeichnet. Bürgerliches Lachtheater, das sich – vor allem in den herrlich parodistischen Gesangsnummern − grandios selbst auf die Schippe nimmt.

    Komödie in einem Akt mit Couplets

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  • 2
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    1
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    Frisette

    Die Concierge eines Hotels vermietet kurzfristig ein und dasselbe Zimmer jeweils nur für die Nacht oder nur für den Tag an die junge, überzeugt alleinerziehende und männerfeindliche Stickerin Frisette und an den frauenfeindlichen Bäckergesellen Gaudrion. Natürlich passiert schon am dritten Tag die Katastrophe: Beide stehen sich wie Feinde plötzlich gleichzeitig in ⹂ihrem” Zimmer gegenüber. Dass Frisette dann auch noch das Kleinkind ihrer verstorbenen Kusine bei sich aufnimmt, treibt Gaudrion vollends zur Weißglut. Doch er muss die sein Selbst- und Frauenbild erschütternde Entdeckung machen, dass das Kind sein eigenes ist. Jetzt droht ein Machtkampf zwischen der Adoptivmutter Frisette und dem plötzlich glühenden Vater, der die Obhut über seinen Sohn mit allen Mitteln für sich in Anspruch nehmen will.

    Als es schließlich auf Messers Schneide steht, lässt Labiche seine Figuren vom Haken und ermöglicht eine friedliche, auch erstaunlich moderne Lösung: das Zusammenleben der beiden und eine paritätisch geregelte Verantwortung für die Kinderbetreuung.

    Die Handlung aus wechselseitiger Annäherung von Macho und alleinerziehender, junger Mutter konstruiert Labiche einmal mehr wie eine künstliche Laborsituation. Die Figuren werden auf die Probe gestellt, in komödiantischen Dialogen, die Satirisch-Kritisches aufblitzen lassen. Der zum Frühwerk zählende Vaudeville-Einakter FRISETTE wird in den letzten Jahren nicht nur in Paris immer wieder gespielt, mit Gesangseinlagen oder ohne, abendfüllend oder um die Hälfte der Zeit beschleunigt. Die in dieser Fassung vorgetragenen Lieder mit genauen Melodievorschlägen sind kabarettistische bis sentimentale Höhepunkte.

    Vaudeville-Komödie in einem Akt

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  • 2
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    5
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    Keen Eh na Maat
    Sowat kümmt nienich ut de Mood

    Siehe Originaltitel „Keine Ehe nach Maß“

    Komödie in 5 Bildern

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  • 2
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    8
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    Zwei Gorillas gegen die Mafia

    Die Prager Mafia plant, die russische Konkurrenz bei einem Gartenfest zu beseitigen. Ausgerechnet Josef, Affenpfleger im Prager Zoo, und sein Freund Franz, einst Kunstschütze im Zirkus, sollen den üblen Job erledigen, wenn sie nicht enden wollen wie Koch und Kellner der Lokalität, nämlich in der Tiefkühltruhe. Doch der Bandenmord geht gehörig nach hinten los, denn Josef schiebt die riesige Torte – eine Hommage an die berühmte Filmszene in „Manche mögen’s heiß“ – verkehrt herum zum Bankett und Franz erschießt die falschen Gangster.

    Wie in Billy Wilders Klassiker müssen die beiden Zeugen nun schnellstens untertauchen – diesmal nicht in Rock und Rüschen bei einer Damenkapelle, sondern mit Fell und Futtertrog im Gorillakäfig. Dies wäre an sich ein gutes Versteck, hätte der „Pate“ nicht gerade den Zoo als neue Investitionsquelle gekauft. Während vor dem Käfig die Mafia mit dem Gewehr im Anschlag patrouilliert, rückt den falschen Affen im Käfig zu allem Überfluss auch noch ein riesenhafter Orang-Utan zu Leibe. Doch Josef und Franz bekommen unverhoffte Hilfe durch Viktoria, blutjunge und bildhübsche Presse-sprecherin des Prager Zoos, die sich in den Kunstschützen verliebt hat und den Freunden im falschen Pelz zur Flucht verhelfen will. Der Zoo wimmelt inzwischen aber nicht nur von Mafiosi, sondern auch von allerlei anderen Jägern und Gejagten in falscher Haut – wer hier wirklich Affe oder Eisbär, wer Russe oder Tscheche, Polizist oder Tierpfleger ist, lässt sich bald nicht mehr ausmachen, und das vergnügliche Tohuwabohu gipfelt in einem fulminanten Showdown.

    Kohouts „crazy-comedy“, wie er sie selbst nennt, ist ein Genrespaß zwischen Mafiakomödie und Clowneske mit finsteren Schurken, liebenswerten Tölpeln und absurder Komik. Dabei spiegelt sich in der Parabelhaftigkeit des Stückes deutlich die politische Situation der Nachwendezeit in Tschechien, als die Neuverteilung des Volksvermögens allerlei kriminelle Machenschaften beförderte. „Zwei Gorillas gegen die Mafia“ wurde am 12. Juli 2002 im Rahmen der Luisenburg Festspiele Wunsiedel uraufgeführt.

    Eine crazy-comedy

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    Der arme Cyrano

    Sein „Schicksalsstück“ nannte Kohout „Cyrano de Bergerac“ von Edmond Rostand. Obwohl ihm das romantisch-komödiantische Versdrama in der Kindheit die Welt des Theaters eröffnet hatte, trug Kohout mit diesem Text einen lebenslangen Konflikt aus. Als das belgische Raamtheater ihn 1981 bat, „Cyrano“ für das spielfreudige, achtköpfige Ensemble zu „verkleinern“, nahm er sich vor, „die Lauterkeit des Stückes von Rostand dadurch hervorzuheben, dass er es von allem, was billig und gefällig war, befreite.“ Weil die Theaterfassung, ganz im Sinne Rostands, mit minimalen Mitteln auskam, wurde sie „Der arme Cyrano!“ getauft.

    Zentrum der Theaterfassung ist der tragische Irrtum von Roxane, die zu spät erkennt, „dass sie nicht das Gesicht des hübschen Christian liebt, sondern die Seele des langnasigen Raufbolds, der in die Rolle des Souffleurs verbannt worden war.“ In der Figur des verunstalteten Degenhelden, der unter falschem Namen Liebesbriefe schreibt, ohne je seine Rolle preiszugeben, spiegelte sich für Kohout auch eine Haltung, die einmal von ihm selbst Besitz ergriffen hatte: Nach seinem Ausschluss aus dem Schriftstellerverband sei er immer wieder an jenen Ort der Verbannung zurückkehrt, dort aber weder bedient, noch gegrüßt worden. „Er war wie in einer Art Trance, in der er wieder einmal auf Cyranos trotzige Art versuchte, den Hochverrätern und Kleingläubigen zu beweisen, dass es ihn (und nicht nur ihn!), gab, hier, an dieser Stelle!“ Statt dieser Selbsttortur galt es, neu Position zu beziehen, um nicht, wie Cyrano, erst im Augenblick des Todes zu dem zu stehen, was der eigenen Überzeugung entspricht.

    Große Komödie in kleiner Fassung in zwei Teilen

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  • 3
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    Der Mond von Malibu

    „Der Mond von Malibu“ war sein großer Hit, doch dann war er plötzlich wie vom Erdboden verschwunden: Viktor Beck, begnadeter Pianist und unfreiwilliger Komponist eines verkaufsträchtigen Ohrwurms, hat sich vor 20 Jahren in die USA abgesetzt. Eine Flucht vor dem eigenen Erfolg – aber auch eine Flucht vor der eigenen Frau. Denn Marion Beck, zugleich Agentin ihres Mannes und sanfte Despotin, erwartete von ihrem begabten Gatten nur noch eines: den zweiten großen Hit.

    Auch Sohn Thorsten, der seinen Vater nur aus Erzählungen kennt, kann sich über zu wenig Durchsetzungskraft seiner Mutter nicht gerade beschweren: generalstabsmäßig hat sie seine Karriere als Schauspieler geplant, vom ersten Werbespot in Windeln bis zum TV-Mehrteiler – dabei würde Thorsten lieber Klavier spielen wie sein Vater. Und auch das Image, das Marion ihm verpasst hat, beginnt ihn zu nerven: das des netten jungen Mannes von nebenan, dem die Herzen der Frauen zufliegen – und natürlich die Herzen der Mütter.

    Aber wie so häufig in Curth Flatows Komödien, die so unterhaltsam wie ungeniert Geschlechter- und Beziehungsklischees auf den Arm nehmen, fehlt den Männern noch ein Schritt zum Erwachsensein – und der geht nur über eine Frau. Dr. Kerstin Böhm heißt sie und ist Reporterin der Illustrierten „Sieh hin“. Sie wurde von Marion eingeladen, eine Homestory über deren Sohn und Klienten zu machen. Das Interview endet im Fiasko, denn die beiden verlieben sich, Thorsten denkt an Heirat und Kinder, und das Image des ewigen Schwarms, auf den alle Frauen hoffen können, scheint dahin.

    Doch es kommt noch schlimmer für Marions immer maroder werdende Macht. Denn die ehrgeizige Kerstin, die sich plötzlich auch für Thorstens Rollenangebote interessiert, macht Marion nicht nur den unumschränkten Einfluss auf den Sohn streitig, sie löst auch ein lange ungelöstes Familienrätsel – und so steht plötzlich der jahrzehntelang verschollene Viktor vor der Tür…

    Komödie in 6 Bildern

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  • 3
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    Anschnallen, bitte!

    Ein Raum, sechs Menschen, ein Ziel. Hier wollen Alle nur das Eine: Endlich abheben! Im Seminar gegen Flugangst! Denn 30% aller Menschen leiden unter „Aviophobie“.

    Fünf Individualisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen auf die beherzte Flugtherapeutin Doris Winter. Kurt, Bauleiter für Windkraftmühlen, hat Nerven wie Bambus und will „nur mal so gucken“. Ria, Studentin der Anthropologie, ist völlig am Ende ihrer Reisemöglichkeiten: Mit dem Rad zur Sonnenscheibe nach Nebra, zu den Römern im Auto, aber zur peruanischen Inkastadt nach Machu Picchu? Marlen, die in die Jahre gekommene Sängerin, verlassen von Stimme und Mann, muss nach New York, weil sie Karten für das wieder mal letzte Barbra Streisand Konzert hat. Cedric, der Geheimnisträger, leidet unter einer Doppelten Trommelfellentzündung, die ihn völlig aus der Flugbahn wirft. Bei Robert, scheinbar ein Muttersöhnchen, ist die Flugangst angeboren, auch wenn er weiß, dass der Weg zum Flughafen das Gefährlichste am Fliegen ist.

    Unter fiktiven Realbedingungen eines Fliegers von Hamburg nach Stuttgart kommen heftige Turbulenzen in der Gruppendynamik auf. Ein schwarzes Schaf hat den Schutzraum der Gruppe missachtet und ausspioniert. Mit welchen Konsequenzen? Wie ein Dompteur in der Arena der Eigenheiten und Eitelkeiten steuert die Flugtherapeutin die Emotionen der schockierten Seminarteilnehmer auf eine überraschend gelungene Landung zu. Die Frage, wer die Anderen sind, stellt keiner mehr, umso heftiger jedoch die Frage: Wer bin ich eigentlich? Wie konnte die Lust erwachen, wieder fliegen zu wollen?

    Komödie

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