Stück Kategorie: Komödie

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    Damen
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    Herren

    Mühsames Klettern im Altersbaum

    Es ist wieder soweit. Kaum hat Beate, alleinerziehende Lehrerin mit diffiziler Männer-Vergangenheit, das Zimmer ihrer Mutter im Altersheim betreten, hagelt es Vorwürfe: Wieso sie denn so spät komme? Warum sie denn immer so viel arbeiten müsse? Was sie denn immer in ihrer seltsamen Selbsthilfegruppe wolle, diesem „Ringelpiez frustrierter Frauen“? Und überhaupt: Ob es nicht an der Zeit sei für einen richtigen Mann – statt all dieser ehegeschädigten Jünglinge, die fort sind, sobald sie sich bei ihr die Wunden geleckt haben? Und schon ist Beate, die tapfer ihre Verteidigung organisiert, was sie nie mehr sein wollte: das kleine, gemaßregelte Mädchen. Und das in ihrem Alter.

    Es kommt allerdings noch besser: „Abuela“, so nennt sich die Mutter seit ihrer Zeit in Spanien, will raus aus dem Heim. Sie fühlt sich lebendig begraben zwischen dem Geschlurfe und Gehumpel ihrer Mitbewohner, zwischen all den Krücken und Rollstühlen. Zehn Jahre gibt sie sich noch, die will sie mitten im Leben verbringen – sprich: sie will zurückziehen zu Tochter und Enkel. Das aber schlägt bei Beate ein wie eine Splitterbombe – zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an den letzten Versuch einer Mutter-Tochter-WG. Wenn ihr die eigene Zukunft wirklich etwas wert ist – die noch labile Beziehung mit dem Onkologen André und der Plan, mit ihm eine Klinik im Regenwald zu leiten –, dann bleibt ihr nur eines: Sie muss kämpfen.

    Die Figuren bei Dieter Kühn hadern – mit sich und dem Leben. Gerade deshalb sind sie so lebendig. „Mühsames Klettern im Altersbaum“ ist eine heitere und dennoch beinharte Abrechnung mit jenem seltsamen Konstrukt, das sich „Familie“ nennt. Zwei mächtige Rivalen treten dabei gegeneinander an: die Angst vor dem Alleinsein im Alter und die Angst vor den verpassten Lebenschancen. Mutter und Tochter schenken sich natürlich nichts. Doch je verbissener der Kampf geführt wird, desto deutlicher zeichnet sich ab: es ist auch ein Kampf mit den eigenen Lebenslügen.

    Stück in 2 Akten

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  • 1
    Damen
    1
    Herren

    Anna O.

    Wien im Jahre 1880/81. Als die junge Bertha Pappenheim an Halluzinationen und Angstzuständen leidet, wird der Arzt Dr. Breuer gerufen. Breuer behandelt die Kranke, die später als ANNA O. zum Gründungsmythos der Psychoanalyse avanciert, über zwei Jahre lang, beide lassen sich auf eine ungewöhnliche Methode ein: Bertha folgt, ohne Zensur durch den Arzt, ihren Wahnvorstellungen, später „Redekur“ genannt, wobei sich ein völlig unerwarteter Effekt einstellt: Durch die bloße Artikulation ihrer Gedanken verschwinden die Symptome so plötzlich, wie sie zuvor gekommen sind. Breuer, dem zunächst nichts anderes bleibt als die Rolle des Zuhörers, entdeckt hinter Berthas überschäumenden Visionen von Schlangen und Totenköpfen schließlich die Krankheit des Vaters als eigentlichen Auslöser des Wahns.

    In Thomas Hubers Stück „Anna O.“ wird aus dieser Urszene der Psychoanalyse eine Folie à deux, ein Maskenball der Leidenschaften. Der ungezügelte Einfallsreichtum der hübschen Bertha schlägt immer neue Haken, mit ihren phantastischen Geschichten nährt sie die Eitelkeit ihres Arztes, der, als Retter idealisiert, seine Zuneigung wiederum hinter wissenschaftlicher Neugier verbirgt. Doch das Spiel um Liebe und Macht endet jäh. Als Bertha auf die Schwangerschaft von Breuers Ehefrau mit einer hysterischen Scheingeburt reagiert, muss Breuer einsehen, dass die von ihm gerufenen Geister nicht mehr zu bändigen sind. Ihm bleibt am Ende nur noch ein Ausweg: der Abbruch der Therapie.

    Liebeskomödie

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    Damen
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    Herren

    Auch Verlierer brauchen ein Denkmal

    Ein Denkmal für Graf Zeppelin: eine Selbstverständlichkeit? Es hat, wie viele andere Denkmäler, den Bombenkrieg überstanden, wenn auch etwas lädiert. Für den Bau einer Tiefgarage wurde es in den städtischen Betriebshof überführt. Die Tiefgarage wird fertig, eine Bürgerinitiative besteht auf Rückführung des Denkmals, ein Metallrestaurator soll ein Gutachten anfertigen mit Blick auf anstehende Kosten.

    Ein Projekthinweis im Internet ruft den berühmten Luftschiffer Nobile auf den Plan, es folgen zwei zu Lebzeiten bekannte Pilotinnen und ein Extremflug-Pilot. Als lebensechte Wiedergänger setzen sie den Metallrestaurator unter Druck: Er soll dafür plädieren, dass die Zeppelinfigur vom Sockel genommen, dass Ersatz durch einen Neuguss gefordert wird, für den sich die Besucher als Modelle anbieten.

    Freilich ändert sich im Verlauf des turbulenten Geschehens die Akzentuierung: Nicht Sieger verdienen ein Denkmal, eher sollen Verlierer auf den Sockel – schließlich nimmt deren Zahl ständig zu! Verdrängungswettbewerb auf offener Bühne. Viel Bühnentechnik gelangt zum Einsatz.

    Die Zeppelinfigur wird schließlich vom Sockel gehoben, auf dem sich aber sogleich drei Anwärter drängeln. Es wird so eng, wie sich das für eine Komödie gehört.

    Komödie

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  • Die Groschenblattoper

    31. August 1928. Im Theater am Schiffbauerdamm läuft die mit Spannung erwartete Uraufführung von Brechts „Dreigroschenoper“. Noch hat die Vorstellung nicht begonnen, aber in der Redaktion einer Berliner Boulevardzeitung ist die Meinung nicht nur schon gemacht, sondern auch bereits in Satz gegeben. Dieses Stück, das pfeifen in Theaterkreisen die Spatzen von den Dächern, kann nur ein gewaltiger Flop werden. Und so bespricht man hier genüsslich und voller Vorfreude auf die zu erwartende Katastrophe die Vorgeschichte der Inszenierung. Und freut sich über die Meinungsmacht, die man als Zeitungsschreiber besitzt. Oder doch zu besitzen glaubt.

    In dieser Komödie mit vielen Liedern werden nicht nur die Journalisten aufs Korn genommen, sondern wir erfahren auch eine ganze Menge über die höchst ungewöhnlichen Umstände, unter denen – wider alle Erwartungen – das erfolgreichste Stück der Zwanziger Jahre entstand. Die „Groschenblattoper“ spiegelt den Bühnenhit von Brecht und Weill als frech-witziger Kommentar und gleichzeitig als augenzwinkernde Hommage.

    Komödie mit Musik

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  • 2
    Damen
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    Herren

    Eigengrau

    Die überzeugte Feministin Cassie hat ihre neue Mitbewohnerin Rose über das Internet gefunden. Mark und sein Mitbewohner Tim sind gemeinsam zur Uni gegangen. Und obwohl die vier Londoner so gar nichts gemeinsam haben, kreuzen sich ihre Wege auf eine Art, die an Vorsehung grenzt.

    Penelope Skinner zeichnet mit Eigengrau ein Bild von Stadtbewohnern, die keinen Clash von Nationalitäten benötigen, um multikulturell zu sein. Zusätzlich zeigt sie anhand ihrer Figuren auf, dass jeder Mensch mehr als ein Gesicht hat, dass seine äußere Haltung nicht sein Inneres widerspiegeln muss und dass jeder Mensch einen überraschen kann, wenn man es nur zulässt.

    Mit ihrer knappen und sprunghaften, von Satzzeichen mitunter befreiten, assoziativen Sprache macht Skinner jedoch auch klar: Diese Menschen wissen nicht immer, was sie wollen, und wenn sie es doch wissen, ist es mitunter schon zu spät.

    Penelope Skinner wirft die Frage auf, wie verschieden Menschen sein müssen, um nicht trotzdem noch das Gleiche zu wollen, und welche Kraft der Glaube an etwas bewirken kann: ob es nun die totale Gleichstellung der Geschlechter ist, der Glaube an sich selbst und seine Männlichkeit, der Glaube an das Schicksal und das vollkommene Glück durch bloße Überzeugung – oder einfach nur der Glaube daran, dass man einen geliebten Menschen auch nach seinem Tod nicht verlieren muss, solange man seine Asche in einer Porzellankatze mit sich herumträgt.

    Stück in 19 Szenen

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  • Damen mit Lift

    Drei Damen in fortgeschrittenem Alter leben in einer selbstverwalteten Wohngemeinschaft, in einem Haus mit eingebautem Treppenlift. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Marion, genannt M. („Wie der Chef von James Bond“), kämpfte in ihrer Jugend für die Ideale der 68er und später, als erste weibliche Führungskraft in einem großen Unternehmen, gegen bornierte männliche Kollegen. Ihre langjährige Freundin, die tüdelige Elli, entschied sich einst für Kind, Küche und ihren Kurt. Nun ist Kurt tot und das Kind erwachsen, und Elli beginnt zu blühen. Dritte im Bunde ist die ehemalige Sekretärin Hilde, die nach einem Leben voller Entbehrungen Dank von Sohn und Schwiegertochter erwartet. Sie jammert mehr über ihre Altersgebrechen als alle anderen, pflegt eine Katzenphobie, hat Ellis Hamster und den letzten Mitbewohner Johann (Ellis zukünftigen Lover) vergrault.

    Das leer stehende Zimmer muss nun wieder vergeben werden, und von den Kandidatinnen, die sich dafür vorstellen, macht Liz das Rennen. Liz ist die Exotin der Runde: redselige Yogalehrerin, Ex-Hippie, Weltenbummlerin, dreimal verheiratet etc. Mit Geschichten aus ihrem bewegten Leben erobert Liz vor allem Ellis Herz, sie kocht thailändische Menüs, und eines Abends verführt sie die drei Damen zum gemeinsamen Yoga-Kurs.

    Aber was mit dem Sonnengruß beginnt, endet im Desaster. Am Morgen erwachen die Yoga-Anfängerinnen mit schweren Blessuren, die Küche sieht aus wie ein Schlachtfeld, der Treppenlift streikt. Und dann steht auch noch Ellis Sohn Martin vor der Tür. Er ist entsetzt über den Zustand des Seniorinnenhaushalts und beschließt, die Mama mit zu sich nach Hause zu nehmen. In der Wohngemeinschaft herrscht nach Ellis „Entführung“ zunächst Entsetzen und Trauer. Aber schließlich erwacht der Revolutionsgeist der Damen. Sie ziehen mit Baseballschläger, Wok und Brotmesser bewaffnet los und erklären den spießigen Mittvierzigern mit ihren Gameboykindern „den Krieg“.

    Damen mit Lift ist das erste gemeinsame Stück der in Hamburg lebenden Autorinnen. Erzählt wird von dem Versuch, selbstbestimmt alt zu werden und trotz Falten und kleiner Gebrechen mitten im Leben zu stehen. Was manchmal eben auch bedeutet, dass man noch einmal neu anfangen muss… Am Ende hat Liz mit ihrer energiegeladenen Präsenz und ihren erfundenen Geschichten das Leben aller zum Besseren gewendet.

    Komödie in 16 Szenen

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    Damen
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    Reif für die Insel

    Was ist bloß los mit Anton Klemm? Chrysothemis „Chrissy“ Feuerstein, zweimal geschieden, zweimal verwitwet, hat nun wirklich alles schon probiert: stündliche Anrufe, kleine und auch große Geschenke auf dem Postweg, sogar Kusshände im Getränkemarkt hat sie ihrem Auserwählten zugeworfen. Doch Anton Klemm, ein erfolgreicher Schauspieler, will sich von Chrissies Charmeoffensive partout nicht erweichen lassen. Im Gegenteil: für ihn ist die Alte schlicht verrückt. Er hat Chrissies Nachrichten auf dem Anrufbeantworter zwar aufbewahrt – doch nur, weil er das Gefühl hat, sie womöglich als Beweismittel für die Polizei zu brauchen.

    Wer jedoch glaubt, eine Frau vom Schlage der Chrysothemis Feuerstein ließe sich so leicht abwimmeln, täuscht sich gewaltig – Antons Ablehnung stachelt ihren Ehrgeiz erst richtig an. Und unverhofft findet sie sogar Verbündete: Mathematik-student Ben, der Anton mit Essen aus dem Restaurant seines Vaters beliefert, kann gar nicht anders, als mit Chrissy zu paktieren – schließlich hat sie ihn dabei erwischt, wie er zu Antons Probenzeiten heimlich dessen Wohnung für vergnügliche Stunden mit seiner Freundin Caro nutzt. Er soll Chrissy helfen, Anton zum Geburtstag eine Reise nach Gran Canaria aufzuschwatzen. Und wie der Zufall will, wird auch Chrissy dort sein – natürlich im gleichen Hotel…

    Dirk Waanders beweist mit seiner spritzigen Komödie „Reif für die Insel“, was wir immer schon befürchtet haben: auch im Alter wird es nicht einfacher mit der Liebe – und schon gar nicht ruhiger. Da braucht es schon einen gehörigen Umweg über die Kanarischen Inseln, eine gemeinsame Wal-Rettung und dazu noch einen gepfefferten Dialog nach dem anderen, bis der gute Anton endlich erkennt, dass er durchaus Gefühle entwickelt hat für Frau Feuerstein. Doch da scheint alles schon zu spät: aus heiterem Himmel reist Chrissy von der Insel ab. Oder ist das nur eine weitere Finte in ihrer Verführungsstrategie?

    Komödie in 6 Szenen

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  • Ein Engel für Kira

    Wie soll man die Geschichte kurz erzählen? Sie ist sehr verzwickt, aber ich versuche es. Also, da ist einmal Kira. Sie ist 15 und lebt seit einiger Zeit bei Onkel und Tante, denn die Mutter ist schon lange tot und der Vater Martin auch – also scheinbar auch. Der Vater. Aber Kira will das nicht glauben.

    Und dann ist da Jan Erik, der Sohn von Sybille und Franz Ferdinand, das sind Onkel und Tante. Also so heißen die. Und die sind irgendwie eklig. Wobei… – Jan Erik nicht, obwohl Kira das glaubt, aber er zeigt sich dann auch mal von seiner netten Seite. Wie auch Dr. Borge, das war, nein, das ist ein Freund von Kiras Vater. Der ist auf ihrer Seite, aber auch er glaubt, dass ihr Vater tot ist. Aber ist er das wirklich?

    Und wer das jetzt schon verwickelt findet, der wird erleben, was Henriette von Wolkenstein erst anrichtet. Sie behauptet ja, sie wäre ein Schutzengel, aber wer die zum Schutz hat, der muss sich auf Einiges gefasst machen. Hatte ich schon die Chinesen erwähnt und dass der Butler wohl gar kein Butler ist – oder blicken Sie dann gar nicht mehr durch?

    Nur gut, dass immer wieder Zeit für eingängige und schmissige Melodien ist, da kann man jedenfalls ab und an ein bisschen Luft holen und versuchen, all die Verwirrungen zu sortieren. Dabei habe ich noch gar nicht das Geheimnis der roten Lianen und der hängenden Lichterkette erwähnt…

    Eine märchenhafte Komödie

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  • 2
    Damen
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    Herren

    En wunnerboret Öller

    Siehe Originaltitel „Ein gesegnetes Alter“

    Eine fast schwarze Komödie in 5 Bildern

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