Stück Kategorie: Komödie

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    Damen
    4
    Herren

    Das Spiel von Liebe und Zufall

    Silvia sträubt sich gegen die Heirat. Denn ein Mann mit gutem Charakter ist schwer zu finden. Männer haben zwei Gesichter, wobei sich die liebenswerte Miene oft als bloße Maske erweist. Als Silvias Vater ein Treffen mit Dorante arrangiert, mit dem sie verheiratet werden soll, ersinnt sie eine List: Um das innere Wesen ihres Zukünftigen in aller Ruhe prüfen zu können, tauscht sie mit ihrer Zofe Lisette die Rollen. Dabei soll sich zeigen, ob es das Gefühl vermag, die Vernunft zu überwinden. Wird sich Dorante also trotz des gespielten Standesunterschieds in Silvia verlieben?

    Dorante jedoch hat denselben Einfall, er kommt in der Verkleidung seines Dieners Arlequin, der sich wiederum der vermeintlichen Silvia als Monsieur Dorante vorstellt. Der falsche Dorante, der sich flegelhaft und borniert aufführt, fällt schnell in Ungnade bei Silvia, wohingegen ihr dessen Diener durchaus gefällt. Auch der echte Dorante hat sofort ein Auge für die aufgeweckte Zofe, wobei ihn die falsche Silvia völlig kalt lässt. Der falsche Dorante und die falsche Silvia hingegen verlieben sich auf Anhieb ineinander. Auf Befehl ihrer Herren müssen sie deshalb ein doppeltes Spiel spielen: Sie geben vor zu sein, was sie nicht sind, und Gefühle nicht zu haben, die sie haben.

    Wird die Liebe gesteuert durch Wesensverwandtschaft oder ist sie ein Produkt des Zufalls? Gut siebzig Jahre vor Goethes „Wahlverwandtschaften“ geht Pierre Carlet de Marivaux in seinem erfolgreichsten Stück den verborgenen Gesetzmäßigkeiten der Leidenschaften nach und verwandelt dazu die Bühne in ein Labor mit chemischer Versuchsanordnung: Gehen zwei Elemente die Verbindung mit ihrem natürlichen Partner auch dann ein, wenn sie ihn nicht als solchen erkennen?

    Komödie in 3 Akten

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  • 5
    Damen
    2
    Herren

    Faust ohne Gretchen

    Der bekannte Schauspieler Konstantin Meinhardt – in letzter Zeit auf Tournee – soll an seinem Stadttheater die Titelrolle im >Faust< spielen, allerdings in der Bearbeitung des vielberühmten Regisseurs Altenstein – ohne Gretchen. Theaterintrigen verhindern das zum Glück Konstantins, der allerdings ausgerechnet an seinem Geburtstag erfahren muß, daß sein Erzrivale Friedrich Jäger die Rolle spielen wird. Lily, Amelie und Cordula stehen ihm in dieser schweren Zeit zur Seite – jene drei Damen, die noch lange nach ihren amourösen Verbindungen mit dem nimmermüden Herzensbrecher Meinhardt keine Gelegenheit auslassen, sich in sein Leben einzumischen. Meinhardts von der großen Enttäuschung angegriffenes Herz wird jedoch vor allem von einer Ärztin nicht nur medizinisch gut behandelt. Und außerdem findet er Beistand für seine mit Spannung erwarteten Memoiren – der junge Journalist, stellt sich heraus, hat viel mit ihm gemeinsam.

    Komödie in 4 Bildern

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  • 4
    Damen
    2
    Herren

    Ein Mann, ein Wort
    oder
    Der Dreißigjährige Krieg

    Dreißig Jahre sind der erfolgreiche Komödienautor Robert Schoenberger und seine Frau Tilly verheiratet. In der Nacht vor ihrem Hochzeitstag holt sie die Erinnerung an diese turbulenten Jahrzehnte ein. So beschwören die beiden in einem rasanten wie treffsicheren Schlagabtausch Höhen und Tiefen ihrer Ehe noch einmal herauf: den ersten Blumenstrauß und die Hochzeitsnacht im Kreißsaal, Roberts Theatererfolge und seine notorischen Affären, die zahlreichen Trennungen und immer wieder der Neuanfang.

    Nicht nur, dass Robert eine ausgeprägte Schwäche für Damenbesuche außer Haus hat, auch im eigenen Haus ist Tilly nicht ohne Konkurrenz: Olga, Roberts Mutter, sitzt allabendlich mit am Tisch und ist keineswegs bereit, ihren Sohn kampflos an die Schwiegertochter abzutreten. Als dann auch noch die Kinder das elterliche Heim verlassen und Tilly ihren ersten eigenen Erfolg als Theaterautorin feiert, werden die Dinge richtig kompliziert.

    „Ein Mann – ein Wort“, wenn es im Leben und in der Liebe doch nur so einfach wäre. Doch in dreißig Jahren Ehe steckt so viel mehr – die kleinen und die großen Lügen, die liebevollen Sticheleien und die echten Verletzungen. Nach all den Jahren ausdauernder Seitensprünge und nicht immer ganz geglückter Ausreden muss der Casanova Robert schließlich eine wichtige Entscheidung treffen.

    Komödie in 11 Bildern

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  • 2
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    3
    Herren

    Ein gesegnetes Alter

    Der 90jährige Georg Neumann, der sich mit täglichen Rundgängen fit hält und sich selbst versorgt (Bestellungen beim „Rollenden Mittagstisch“), soll aus dem Haus, in dem er seit 40 Jahren lebt, hinausgeworfen werden, weil der neue Besitzer das Haus abreißen will. Dabei handelt es sich ausgerechnet um die Firma, die das Geriatrikum „Lebelang“ herstellt, auf das Georg Neumann bis jetzt geschworen hat.

    Er weiß nicht mehr ein noch aus und sucht die Tablette, die er für alle Fälle aufbewahrt hat. Zuvor hinterläßt er noch eine Nachricht für den Journalisten, der sich für sein Schicksal interessiert hatte.

    Die Studentin Christa, die er per Annonce als Unterstützung für den Haushalt gefunden hat, weiß, da sie Architektur studiert, um die Bedeutung des kunsthistorisch interessanten Hauses und findet Mittel und Wege, mit Hilfe ihres Professors den Abriß zu verhindern.

    Außer der erbsüchtigen Enkelin (das Meißner Porzellan ist bald verschwunden) gibt es eine weitere Bedrohung: Gitta Eckstein, ein ehemaliges Mannequin, mit dem er um die 50 eine Liaison hatte, besucht Georg Neumann, nachdem sie in der Zeitung über ihn gelesen hat. Georg, von neuen Zukunftsperspektiven begeistert, wird aber enttäuscht.

    Eine schwarze Komödie – in die die Außenwelt zusätzlich, wie für ältere Menschen alltäglich, durch Telefonate einbezogen ist – mit einer wunderbaren Rolle für einen älteren Schauspieler.

    Eine fast schwarze Komödie in 5 Bildern

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  • 4
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    2
    Herren

    Der Ausbrecher
    oder
    Ein Mann nimmt sich die Freiheit

    Erich Schäfer hat ein neues Leben angefangen, nach vierzig Jahren seine Stelle als Regierungsrat im Finanzamt aufgegeben, auf Beförderung verzichtet und ist in Frührente gegangen. Endlich will er seiner Leidenschaft frönen, der Malerei. So weit – so gut, wenn es da nicht zwei Umstände gäbe, die für Verwicklungen sorgten. Erstens: Seine Frau Ilse hat von alledem keine Ahnung. Zweitens: Erich hat sich im Atelier der exaltierten Kunstmalerwitwe Corinna Werner eingemietet. Sein Doppelleben fliegt auf, und seine Frau glaubt keinesfalls, daß er in seinem Atelier nur malerische Ambitionen hat.

    Auch Tochter Gisela ist ihr bisheriges Leben leid, vor allem aber ihren Ehemann Dieter. Sie beschließt, ihn samt Kindern zu verlassen und wieder arbeiten zu gehen. Dieter ist ein kleiner Verkehrspolizist ohne berufliche Fortune. Frustriert plagt er seine Umwelt mit Kleinkrämerei. Ein Zu-bzw. Überfall und Erich helfen ihm und leiten ihn sowohl beruflich als auch menschlich auf die richtige Bahn.

    Schließlich finden sich alle im Atelier ein, und Erich versteht es, die Knoten zu entwirren und die Familienbande wieder zusammenzuführen. Mutter und Schwiegersohn revidieren (mit ein wenig Nachhilfe) ihre allzu altmodischen Ansichten. Vater und Tochter zügeln ihren Freiheitsdrang. Und Maler Erich wird sogar mit Erfolg und Publicity belohnt.

    Komödie in 4 Bildern

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  • 6
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    18
    Herren

    Einzug ins Schloß

    Strukturwandel in der Uckermark. Das barocke und ein wenig heruntergekommene Jagdschloss „Mon Repos“ dient seit Ende des Krieges dem Gastwirt Priskoleit als Kneipe. Zusammen mit seiner hübschen Tochter Ulla und dem verkniffenen Kellner Emil zapft er hier für die Dorfbewohner bedächtig „Schwedter Lagerbier“. Doch die Schloss-Idylle mit Kiefernwäldchen ist in Gefahr, denn das Gebiet soll für den Bau eines Chemiewerkes erschlossen werden, die Landvermesser und Chemie-Ingenieure haben bereits Quartier bezogen unter Priskoleits Dach.

    Wir schreiben das Ende der 50er Jahre, die Uckermark war damals noch Grenzland der DDR zu Polen, bei dem Chemiewerk handelt es sich um das zwischen 1959 und 1966 an der Oder entstandene „Petrochemische Kombinat Schwedt“. Doch vom Aufbau der Fabrik erzählt die Komödie nur, indem sie, so Schneider, „nicht davon erzählt.“ Denn das Stück interessiert sich für den zwischenmenschlichen Strukturwandel viel mehr als für den industriellen. Schon bald wimmelt es im Dorf vor jungen Menschen, einer neuen Generation, die mit Idealen, Illusionen und aller Macht an den Beginn einer goldenen Zukunft glaubt …

    „Einzug ins Schloss“ erzählt keine Einzelgeschichte, es ist das Geflecht mehrerer Geschichten, das in seiner Vielstimmigkeit ein einfühlsames Portrait liefert vom Aufbruch in der noch jungen DDR.

    Komödie

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  • 7
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    Herren

    Die Heiligung Johannas

    Ein Gedankenexperiment: Johanna von Orléans ist nicht auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden. Ihr spektakulärer Feuertod auf dem Marktplatz von Rouen war vielmehr nur eine Inszenierung für die Massen, tatsächlich hat Frankreichs Nationalheldin zuvor schon dem Druck der Kirche nachgegeben und sich in die sichere Anonymität eines Klosters zurückgezogen. Hinter der glänzenden Fassade einer unbeugsamen Freiheitskämpferin erscheint sogleich das Antlitz eines Menschen, einer Frau mit Ängsten und Schwächen.

    Achtzehn Jahre nach dem offiziellen Tod Johannas begibt sich die Schäferstochter Therese auf die Spuren ihrer Heldin. Sie möchte jene Orte sehen, die Johanna sah, und jene Wege gehen, die Johanna ging. Doch als sie in einem Karmeliterinnenkloster Unterschlupf sucht, geschieht das Unvorstellbare: Sie spürt die leibhaftige Johanna auf, verborgen unter der Tracht der Ordensschwestern, als einen Schatten ihrer selbst – das Weltbild der jungen Frau droht zu zerbrechen. Johanna aber, tief beeindruckt von Thereses inbrünstigem Glauben an die Ideale der Freiheit, überwindet ihre Resignation und beschließt, den Kampf wieder aufzunehmen…

    Das Spiel, das Rolf Schneider mit der Geschichte betreibt, ist niemals bloß ein Spiel, es dient immer der historischen Erkenntnis. Den Mythos der Johanna von Orléans auf ein menschliches Maß zu reduzieren, heißt hier, ihre Leistungen als Ikone der Emanzipation und als Vorbotin der revolutionären Gedanken von Freiheit und Gleichheit überhaupt erst richtig zu würdigen. Dafür legt sich Rolf Schneiders scharfzüngige Komödie auch mit König und Kurie an. Denn um sich eine unliebsame Märtyrerin vom Leib zu halten, bleibt ihnen am Ende nur eines: die Heiligung Johannas.

    Komödie in einem Akt

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  • 4
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    19
    Herren

    Dieb und König

    Er war einer der bekanntesten Diebe des 18. Jahrhunderts. Christian Andreas Käsebier war ein Gauner mit Niveau, intelligent und redegewandt, ein charmanter Betrüger und Meister der Maskerade, der seine Schurkereien arrangierte wie ein Komponist seine Musikstücke. Mehrfach wurde er gefasst, doch immer wieder entzog er sich geschickt der Staatsgewalt. Christian Andreas Käsebier war mehr als nur ein Dieb, er war der „edle Räuber“, ein Individualist, und damit Sprachrohr bürgerlicher Selbstverwirklichung.

    Und für einen kurzen historischen Moment war Käsebier Handlanger der Königs. Friedrich der Große, seinerseits aufgeklärter Monarch, Kunstliebhaber und Voltaire-Freund, lässt Käsebier während der Belagerung von Prag 1757 aus dem Gefängnis holen. Der Gauner mit Faible für die Verwandlungskunst soll für ihn die feindlichen österreichischen Reihen ausspionieren. Doch die strategische Partnerschaft der beiden Ehrenmänner nimmt ein ungutes Ende. Käsebier spielt ein doppeltes Spiel, und der Alte Fritz muss in der Schlacht bei Kolin gegen die nachrückenden Truppen Österreichs eine empfindliche Niederlage hinnehmen.

    Wenn Rolf Schneider in seiner Komödie „Dieb und König“ die Mesalliance zweier Edelmänner Preußens noch einmal durchspielt, dann mit dem unbestechlichen Blick des historischen Aufklärers. Luzide und unterhaltsam beleuchtet Schneider die beiden Exponenten bürgerlich-aristokratischer Tugenden als jene Gauner, die sie ganz nebenbei auch noch waren. Aus der taktischen Finesse zweier großer Strategen wird dabei schnell ein Kuhhandel zwischen korrumpierbaren Egomanen. Und so lässt Rolf Schneider genüsslich die Abrissbirne kreisen über allzu selbstverständlichen Idealbildern einer bürgerlichen Morgendämmerung in Deutschland.

    Komödie in 16 Bildern

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  • 5
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    17
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    Die beiden Nachtwandler
    oder
    Das Notwendige und das Überflüssige

    Als notorischer Nachtwandler hat Seilermeister Faden die Gabe, unverhofft zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Geisterhaft erscheint er einer Gaunerbande just in dem Moment, in dem sie den reichen Engländer Howart ausrauben will, und schlägt so die Diebe in die Flucht. Howart, der angereist ist, um seine geliebte Malwine zu ehelichen, möchte sich seinem Retter erkenntlich zeigen und schwört, erst zu heiraten, wenn er den armen Faden glücklich gemacht hat. Er will ihm jeden Wunsch erfüllen, unter der Voraussetzung, dass Faden nur das Notwendige wünscht, nicht aber das Überflüssige. Doch kommt es, wie es kommen muss: Einmal auf der Sonnenseite des Lebens angelangt, ist Faden das Überflüssige gerade notwendig genug…

    Für Karl Krauss ist der Humor Nestroys in der deutschen Sprache unerreicht, ein Humor, der „keiner Zeit vorenthalten werden darf, weil in ihm die Kraft lebt, es mit jeder aufzunehmen.“ So zeigt uns Rolf Schneiders Bearbeitung der „Nachtwandler“ den vermeintlichen Possenschreiber Nestroy von seiner ganz und gar zeitlosen Seite: Schicht um Schicht wird der dunkle Kern der menschlichen Natur freigelegt, die Engstirnigkeit und Unersättlichkeit des menschlichen Verlangens. In der scharfen Satire aber erweisen sich Nestroy und Schneider als Brüder im Geiste, denn ihnen beiden erwächst der Bühne aus der Heiterkeit eine sittliche Kraft.

    Posse mit Gesang in 6 Bildern

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  • 3
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    11
    Herren

    Castruchos Aufstieg

    Fortuna, die schönste Hure Italiens, ist heiß begehrt. Ihre Mutter Teodora, die das kupplerische Geschäft leitet, hat alle Hände voll zu tun, denn die halbe spanische Armee ist bereit, für eine Nacht mit ihrer Tochter gutes Geld zu bezahlen. Und auch der nichtsnutzige Schurke Castrucho, der Liebhaber Fortunas, will kräftig mitverdienen am Liebreiz seines Weibes. Doch während Teodora profitgierig Schäferstunden mit Hauptmännern und Generälen arrangiert, ersinnt Castrucho einen schelmischen Plan, der die wollüstigen Soldaten gehörig hinters Licht führt. Am Ende gehört Fortuna nicht nur allein ihm, auch seiner Karriere in der Armee steht nichts mehr im Wege.

    Für Grillparzer ist die Komödie vom unaufhaltsamen Aufstieg Castruchos schlicht das „unsittlichste Stück, das je in der Welt geschrieben wurde.“ Lope de Vega, einer der bedeutendsten Renaissance-Dichter Spaniens, erzählt eine furiose Mantel- und Degengeschichte, durchsetzt mit derbem Humor und nicht minder derber Erotik. Die Unsittlichkeit des Stückes aber, und davon legt Rolf Schneiders deutsche Neufassung eindrucksvolles Zeugnis ab, übt ätzende Kritik an einer frauenfeindlichen Kultur und der moralischen Verwahrlosung der spanischen Besatzungsmacht in Italien. Heute, knapp 400 Jahre später, hat die Auseinandersetzung mit der Enthemmung des Militärs im Ausland immer noch nichts an Aktualität eingebüßt.

    Komödie in 5 Teilen nach Lope de Vega

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