Stück Kategorie: Komödie

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    Ein Sommernachtstraum *

    Ein Mittsommernachtstraum

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    Der eingebildet Kranke

    Ein Klistier zur Erfrischung der Verdauung, eines zur Spülung des Unterleibes, ferner ein sedatives Schlafmittel, ein Heilmittel auf Kräuterbasis zur Ausscheidung der Galle, einen adstringierenden Beruhigungstrunk, ein karminatives Klistier gegen Blähungen sowie destillierte Magermilch zur Belebung des Blutes und Granatapfelsirup zur Stärkung des Herzens – auch wenn es ein kleines Vermögen ist, das der äußerst empfindsame Argan monatlich für Medikamente ausgibt, seine daniederliegende Gesundheit ist dennoch ein einziges Krisengebiet.

    Es ist der Fluch der modernen Medizin, der wie eine Gewitterwolke über dem armen Argan hängt: Die Vermessung des menschlichen Körpers entdeckt quasi täglich neue Organe, Schleimhäute, Gewebe und Blutgefäße, deren Funktionen gestört sein könnten. Es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn nicht irgendwo in dieser diffizilen Körpermaschine bereits das Verderben säße. Argan aber denkt prophylaktisch: Wenn Tochter Angélique erst einmal mit dem Sohn von Dr. Diafoirus verheiratet ist, der gerade selbst seine Arztprüfung abgelegt hat, dann ist immerhin die medizinische Langzeitbetreuung gesichert.

    Doch Tochter Angélique, mit dem ganzen Leichtsinn der Jugend, denkt gar nicht erst an die Hinfälligkeit des Vaters und liebt den pharmazeutisch völlig unbedarften Cléante. Nur ihre Stiefmutter Béline hat die Endlichkeit Argans genau im Blick, allerdings aus eher zweifelhaften Motiven, denn sie wartet sehnlich auf seine Erbschaft. So sind allerhand Zerreißproben und Stresstests im Hause Argans vorprogrammiert, die vor allem eines zutage fördern: dass auch die Familie ein denkbar störanfälliger Organismus ist.

    Noch lange vor gesetzlichen Krankenkassen und privaten Zusatzversicherungen beschreibt Molières Klassiker das moderne Subjekt als ein im Grunde hysterisches: in ständiger Sorge um sich selbst, permanent Risiken abwägend und Tabletten dosierend, doch in der Einbildung längst schon todkrank.

    Komödie

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    Der Bürger als Edelmann *

    Ballettkomödie in 5 Akten

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    Der Bürger als Edelmann

    Die französische Klassik bringt ein neues höfisches Leitbild hervor: den „honnête homme“, einen wohl situierten, anständigen und rechtschaffenen Mann von Welt, dessen umfassende Bildung ihn dazu befähigt, noch in den speziellsten Themenbereichen die hohe Kunst der Konversation zu betreiben. Herr Jourdain ist durchaus wohl situiert, um nicht zu sagen stinkreich, doch bei der Bildung, da hapert’s noch ein wenig. Vor allem aber – und dieser Makel klebt wie die Pest an ihm – ist Herr Jourdain eines: bloß bürgerlich.

    Doch wo ein unbedingter Aufstiegswille ist, da ist auch ein Weg. Der Sohn eines Krämers engagiert also eine ganze Armada an Privatlehrern, die ihm Nachhilfe geben in der Kunst des Fechtens, Tanzens, Singens und Philosophierens. So will Jourdain nicht nur in kürzester Zeit das Prädikat „Edelmann“ erwerben, sondern zugleich hoffähig werden für seine Avancen gegenüber der Gräfin Dorimène. Und wer weiß, vielleicht lässt sich seine Tochter Lucinde auf diesem Wege auch noch an einen jungen aufstrebenden Adligen vermitteln?

    Jourdains Familie – allen voran seine Ehefrau – kann dem Treiben nur entgeistert zusehen. Zumal Tochter Lucinde mit dem bodenständigen Bürgerssohn Cléonte ihre Wahl längst getroffen hat. Jourdains Kapriolen werden jedoch immer wunderlicher: Heimlich werden im Haus opulente Festbankette veranstaltet, ein zwielichtiger Baron, der es auf Jourdains Vermögen abgesehen hat, geht ein und aus, und schließlich wird auch noch der Sohn des Großtürken bei ihm vorstellig, der Jourdain den Adelstitel eines Mamamouchi verleiht und zugleich um die Hand seiner Tochter anhält.

    Hinter der artigen Fassade des „honnête homme“ entdeckt Molières tänzerische Komödie eine gehörige Portion rücksichtslosen Machtstrebens. Für Jourdain jedoch führt der Weg nach oben schließlich nicht in die Vorzimmer des Königs, sondern geradewegs in den Wahnsinn.

    Ballettkomödie

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    Der Witwenclub

    Komödie in 2 Akten

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    Verführbarkeit auf beiden Seiten

    Ein Prinz hat sich, als Palastoffizier gekleidet, auf der Jagd in das schöne Dorfmädchen Silvia verliebt. Er läßt sie auf sein Schloß bringen, um ihre Liebe zu gewinnen. Doch Silvia möchte ihrem geliebten Arlequin treu bleiben, obwohl sie auch Gefallen an dem Palastoffizier findet. Die Hofdame Flaminia übernimmt es, durch das geschickte Einsetzen psychologischer Verführungskünste Silvia erkennen zu lassen, daß sie den Prinzen liebt, und außerdem den pfiffigen Dorfburschen Arlequin in sich selbst verliebt zu machen.

    Komödie in 3 Akten

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    Triumph der Liebe

    Leonida, Prinzessin von Sparta, hat einen Thron geerbt, der einst unrechtmäßig erworben wurde. Sein rechtmäßiger Erbe, Prinz Agis, lebt bei dem berühmten Philosophen Hermokrates und dessen Schwester Leontine, die ihn in Argwohn und Haß gegen die Prinzessin erzogen haben. Da Leonida sich bei einer kurzen Begegnung in Agis verliebt hat und ihm außerdem den Thron zurückgeben will, dringt sie in die ängstlich behütete
    Abgeschiedenheit von Hermokrates, Leontine und deren Zögling ein. Unter drei verschiedenen Identitäten macht sie in einem riskanten Spiel den blutleeren Philosophen, die spröde Jungfrau und den jungen Prinzen in sich verliebt, um diesem am Ende ihre Hand und den ihm zustehenden Thron anzubieten.

    Komödie in 3 Akten

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    Insel der Vernunft
    oder
    Die Zwergmenschen

    Acht Europäer, Vertreter verschiedener sozialer Stände, sind nach einem Schiffbruch auf einer Insel gestrandet. Sie stellen erschrocken fest, daß sie zu kleinen Wesen geworden sind, die von den Inselbewohnern mit großem Vergnügen als Spielzeug betrachtet werden. Blectrue, der Berater des Gouverneurs, glaubt jedoch aufgrund eines ähnlichen Vorgangs in der Geschichte der Insel, daß die kleinen Wesen durch Götterzauber verwandelte Menschen sind, die ihre ursprüngliche Größe in dem Maße wiedererlangen können, in dem sie vernünftig werden. Er soll deshalb versuchen, „ihren Seelen ihre Würde“ wiederzugeben. Der Versuch gelingt als erstes bei dem ungebildeten Bauern Blaise. Die andern folgen – bis auf Dichter und Philosoph, die so sehr von ihrer Überlegenheit überzeugt sind, daß sie nicht wachsen können.

    Komödie in 3 Akten

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